3.000 Kilometer Einfahren sind vorbei

Dreitausend Kilometer sind gefahren! Endlich ist auch der Benzinmotor knapp 1.600 Kilometer gelaufen und darf jetzt langsam mit höheren Drehzahlen konfrontiert werden.

Und? Wie ist der Verbrauch? Wie viel fährst Du elektrisch?

Ich bin immer noch überrascht, dass ich nach wie vor knapp die Hälfte der gesamten Fahrstrecke elektrisch zurückgelegt habe. Dieses Verhältnis hätte ich bei meinem Fahrprofil (Wir erinnern uns: Kuttang) definitiv nicht erwartet – zumindest nicht auf die gesamte Fahrleistung. Für den Weg zur Arbeit hatte ich ehrlicherweise mit einem höheren Anteil an elektrischen Kilometern gerechnet, dafür mit deutlich weniger auf den längeren Strecken. Es gleicht sich also in meinem Fall aus.

Was heißt das jetzt für den Verbrauch? Auf meinem Weg zur Arbeit hat sich im Vergleich zum vorherigen Bericht keine wirkliche Veränderung ergeben. Hier liegt der Verbrauch zwischen 5 und 6 l/100 km, wobei ich ziemlich genau 50% der Strecke elektrisch und 50% mit Verbrenner fahre. Der Anteil der elektrischen Kilometer hängt sehr stark von den Gegebenheiten auf der Fahrt ab und variieren daher. Ein Beispiel: Auf meiner Arbeitsstrecke liegen insgesamt fünf Ampeln (auf 25km … ich schätze mich glücklich). Die kritischen beiden Ampeln liegen strategisch eher schlecht für einen schweren Hybridwagen, denn sie liegen am Hang. Hier ist der Unterschied recht hoch, ob die Ampel grün ist und ich mit der Geschwindigkeit von 60 km/h durchfahren kann oder ob ich anhalten und von 0 auf 60 km/h gegen den Berg beschleunigen darf.

Auf den längeren Strecken – alles über 50km aber unter 350km – hängt der Verbrauch sehr stark davon ab, wie häufig der Akku wieder aufgeladen wird. Ich hatte Strecken mit knapp 7,8 l/100km, auf denen ich den Akku nicht aufgeladen habe und üblicherweise liegt der Verbrauch beim Aufladen recht schnell bei 10 l/100km, die dann aber auch ebenso schnell wieder auf solide 9,6l runtergehen. Insgesamt liege ich nach 3.400 Kilometern auf einem Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern.

Die längste Strecke am Stück waren bisher ca. 300 Kilometer, die sich im weiteren Tagesverlauf auf insgesamt knapp 650 Kilometer steigerten. Davon entfiel ein Löwenanteil auf die Autobahn (sicherlich um die 570-600 km), ein kleinerer Teil auf Stadtgebiete (ca. 30-40 km) und sehr wenig Strecken auf Landstraßen. Am Ende dieses Tages hatte ich auf der gesamten Strecke dreimal den Akku aufgeladen und wieder leergefahren und einen Verbrauch von 8,5 Liter.

Was sind weitere Erkenntnisse nach dieser Strecke?

Während der Fahrt habe ich die Beobachtung gemacht, dass gerade für Autobahnfahrten der e-Power-Modus am besten ausgeschaltet bleibt. Hier „zwingt“ die Logik den Wagen in den elektrischen Modus, was gerade bei Geschwindigkeiten um 130 km/h schnell den Akku leer saugt. Das bedeutet letztlich, dass ich zwar einige wenige Kilometer voll elektrisch fahre, dann aber wieder aufladen muss, was im Mittel – zumindest gefühlt – teurer kommt. Diese Entladung scheint einfach nicht sinnvoll, hier ist nach meiner Beobachtung der normale Hybridmodus aus zwei Gründen deutlich besser.

  1. Der Wagen scheint mit dem Stromtank in diesem Modus besser zu haushalten – der Wagen lädt während der Fahrt mit dem Verbrenner scheinbar in unteren Drehzahlen und bei gleichmäßiger, langsamer Fahrt den Akku immer wieder ein Stück auf. Somit bleibt der elektrische Tankstand recht stabil.
  2. Das Hybrid-Management des Wagens scheint den Verbrenner als Range Extender zu nutzen – ich habe es jetzt häufiger gesehen, dass der Wagen im Energiefluss anzeigt, dass der Benzinmotor die Räder antreibt, allerdings dreht der Motor auf niedrigster Drehzahl und scheint mir eher den Akku aufzuladen, während gleichzeitig der Antrieb aus dem elektrischen Motor kommt. Also ein Stückweit der von mir erwähnte RangeExtender-Gedanke für den Benziner. Ob das so ist, weiß ich allerdings nicht.

Ich werde dies weiter beobachten und meine Erfahrungen berichten.

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