Ausstattung – Teil 11 – Felgen

Es klingt ein wenig komisch und ich hätte es auch am Anfang der Konfiguration nicht gedacht, doch die Auswahl der Felgen scheint eine Wissenschaft für sich. Zumindest ist es eine Gradwanderung zwischen der Kategorie „Familienkutsche“ – mit der Mami ihre Kinder zum Kindergarten fährt – und der Kategorie „Zuhälterschüssel“, die nicht selten neben Tieferlegungen, verdunkelten Scheiben und Spoilern auch über die Felgen entschieden wird.

Und es kommt doch auf die Größe an!

Das Problem bei der Sache ist leider, dass in den Autohäusern selten mehrere Cayenne mit unterschiedlichen Felgengrößen herumstehen und somit ich nicht alle auf einmal im Vergleich sehen kann. In der Entscheidungsfindung mit meiner lieben Frau waren wir beide so ratlos, dass wir während eines Berlinaufenthaltes einfach auf den Spaziergängen die Autos angeschaut haben, um die verschiedenen Größen an irgendwelchen Autos zu sehen. Jetzt kannst Du Dir vorstellen, was wir für einen Eindruck auf die anderen Menschen gemacht haben müssen, denn wenn schöne Felgen sahen, sind wir an das Auto gegangen und haben nachgeschaut, welche Größe es war. Ich bin mir sicher, der ein oder andere Berliner dachte, einen potentiellen Reifendieb in uns zu erkennen. Es ist alles gut ausgegangen und wir wurden nicht einmal von der Polizei gefragt, was wir da machen. Aber wir haben viele schöne Autos mit mehr oder weniger schönen Felgen gesehen.

Das Kernproblem blieb allerdings. Wie sehen die Felgengrößen an einem Cayenne aus? Die serienmäßige Bereifung des Cayenne sind 18 Zoll Felgen und zugegebenermaßen wirkt diese Größe bei einem solch großen Auto etwas klein bis mickrig. Für Winterreifen ist diese Größe in meinen Augen in Ordnung, aber für schöne Sommerreifen nicht tauglich.

mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
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Nächster Halt: 19 Zoll. Wirkt zwar etwas besser als die 18’er aber irgendwie nicht deutlich größer und verschwindet somit immer noch vor diesem Koloss. Also auf zur nächsten Größe. Mit 20 Zoll kommen wir in die Region, in der das Fahrzeug / Felgengröße-Verhältnis zu stimmen scheint. Es fängt an normal auszusehen. Mutig einfach mal die 21 Zoll Felgen auswählen und es zeigt sich, dass auch diese Größe nicht zu extrem wirkt.

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Bleibt nur noch eine Frage: Was kostet der Spaß? Naja, je größer die Felgen, umso logarithmisch größer scheint der Aufschlag zu sein. Während die 18 Zoll Basisversion kostenlos ist, schlägt ein Aufpreis von etwas über 1.400 EUR bei den 19’ern zu Buche. Beim nächsten Halt bei 20 Zoll zeigt die Nadel schon auf mindestens 2.500 EUR und in der größten Ausbaustufe stehen mindestens unschöne 4.400 EUR auf dem Konfigurationstacho. Bei einem Blick ausserhalb der Porsche Seite fällt ins Auge, dass die Felgen deutlich günstiger zu haben sind. Und ein weiteres Details fällt auf: 22 Zoll Felgen sind günstiger als 21 Zoll Felgen und zwar um gut und gerne 500 EUR. Ich werde mal sehen, ob ich ein Foto aufgabeln kann, auf dem die 22 Zoll Reifen abgebildet sind und werde es hier einstellen. Ich kann mir vorstellen, dass auch 22 Zoll bei diesem Gefährt noch „normal“ aussehen und gerade noch an der Kante des eingangs erwähnten schmalen Grades sind.

Farbe ins Spiel bringen

Im Angebot der Felgen sind neben den klassischen silbernen Varianten mittlerweile auch schwarze Felgen in glänzend und matt bzw. mattgraue Felgen – oder „Platinum“-farbene Felgen, wie Porsche sie nennt. Daneben gibt es tatsächlich auch noch eine Felgenart, die in Wagenfarbe lackiert ist – rotes Auto, rote Felgen.

Hier bin ich definitiv klassisch unterwegs und finde die silberne Variante mit einem Schwarzanteil am schönsten. Die reinen schwarzen Felgen haben etwas böses an sich und machen den Wagen etwas aggressiver im Aussehen, gleichzeitig aber auch ein wenig mehr in „Proletenschüssel“. Hier ist meiner Meinung nach der Grad sehr schmal.

 

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