Erkenntnisse aus anderen Fahrzeugen

Die Erlebnisse aus Fahrten mit verschiedenen Autos prägen den Kauf des nächsten Wagens und auch die Vorstellung des Traumwagens. So auch in meinem Fall und ich teile in diesem Beitrag die markantesten und prägendsten Eckpunkte.

Ein Hoch auf amerikanische Entwicklung

Durch einen Ford Probe – die letzte Version mit Turbolader – lernte ich eine für meine damaligen Verhältnisse schnelle Beschleunigung und ein sportliches Fahren kennen. Der Verbrauch hielt sich für den 2,2 Liter Motor mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer in sehr guten Grenzen. Für seine Zeit fortschrittlich war die Federungseinstellung im Probe, über die ich in einem vorherigen Artikel im Rahmen der Ausstattungsserie berichtet habe. Überrascht war ich auch über das sehr große Platzangebot auf den vorderen Sitzen und im Kofferaum. Der Platz ging zwar zu Lasten der Mitfahrer auf den hinteren Sitzen, doch wer sitzt da schon … 🙂 Aus dieser Zeit blieb für mich die Beschleunigung auf meine „normale“ Reisegeschwindigkeit und das Bedürfnis nach ausreichend Platz.download film Andrew Santino: Home Field Advantage 2017

Der frische Franzose

Meine Zeit der gemütlichen Fahrweise führe ich zurück auf einen Renault R21 Nevada, mit dem ich diese Art des Fahrens kennenlernte … und die Qualität eines solide produzierten Autos. Ich erinnere mich daran, dass mir auf der Autobahn auf einer Strecke von 150 Kilometern in den einzigen 30 Sekunden mit Regen auf der Strecke der Scheibenwischerarm auf der Fahrerseite abgerissen ist. Auf der positiven Seite hielt der hinter mir fahrende Audi plötzlich deutlich mehr Sicherheitsabstand. Was auf jeden Fall im Gedächtnis blieb waren die Sitze, die unheimlich bequem und von der Herkunft her deutlich näher an einem Sofa als an einem Autositz erinnerten. Mit diesem Auto konnte man nur gemächlich und bequem reisen.

 

Montagsauto – gibt es auch bei Volkswagen

Es folgte in der Reihe der Autos auch ein Golf – das Volksauto! Leider war mein Exemplar eher ein Montagsauto, das auch pechbedingt mehr in der Werkstatt stand, als bei mir. Ich erinnere mich an eine Reparatur, von der ich den Wagen abholte und nach knapp 2 Kilometern rannte mir ein Reh ins Auto. Ich hielt an, rief den Förster, wartete bis das Reh aufgeladen war und fuhr zurück zur Werkstatt … waren ja glücklicherweise nur 2 Kilometer … Das Ende dieses Wagens war ebenso tragikomisch: Eine Frau fuhr mir an einem beschrankten Bahnübergang – ich war das dritte Auto – fast ungebremst auf und entschied sich in letzter Sekunde, das Lenkrad einzuschlagen. Hätte sie gerade „draufgehalten“ wäre zwar ein deutlicher Schaden entstanden, doch durch den kleinen Lenkereinschlag, verzog es den Rahmen und der Wagen war irreparabel – ein Totalschaden. Was habe ich aus der Zeit mitgenommen? Ich konnte mich – warum auch immer – anschließend nicht mehr wirklich mit der Marke Volkswagen anfreunden, und damit meine ich rein Volkswagen ohne Audi und andere angeschlossene Konzernteile. Für ein Volksauto stand mir zuviel Geld gegen zu wenig Gegenleistung in Punkto Komfort, Qualität und Motorleistung.

Fortschritt durch Technik – eine Wohltat

Nach einer Zeit der Ruhe und Stille kam mit Audi wieder einmal eine lehrreiche Erfahrung und eine Prägung in Richtung Fahrzeugtyp in mein Leben. Die lehrreiche Erfahrung war, dass Audi in den zurückliegenden Jahren erheblich an der Qualität und an der (Motor-)Technik dazugelernt und verbessert hat. Ein Erlebnis mit einem Audi knapp 10 Jahre früher konnte somit entkräftet werden: Ein Audi A4 mit 1,8 Liter Hubraum, Automatik und einem Verbrauch, der einfach nicht unter 10 Liter zu kriegen war. Mit dem Audi Q3, den ich dann fahren durfte, gehörte diese Erfahrung ganz klar der Vergangenheit an. Ein deutliches Plus im Handling war für mich auch sehr angenehm und insgesamt merkte ich dem Auto einfach an, dass die Qualität der Verarbeitung deutlich höher war. Gesteigert wurde diese Erkenntnis durch den anschließenden A3. Zudem wurde mir mit dem Q3 klar, dass die etwas höhere Sitzposition und ein gemütlicher Fahrstil meinem Naturell entsprechen. War ich vorher noch Fan von Sportwagen mit direktem Kontakt zur Fahrbahn, wollte ich lieber etwas höher sitzen, um weiter sehen zu können.

Ein Rückschlag – Amerikaner auf dem absteigenden Ast

Die derzeitige Erfahrung mit einem Jeep ist allerdings ein herber Rückschlag. Der Wagen, dessen Automatik seine kraftvollen 170 PS kurz vor dem Ende des Drehzahlmessers entfaltet, ist ein schöner Wagen für die Landstraße. Die Stadt ist auch ok, wenn der Spritverbrauch von 11 Liter plus bei 2,4 Liter Hubraum nicht abschrecken, doch Autobahn ist definitiv nicht das Terrain dieses Fahrzeugs. Die Automatik verzögert ewig und ein Tritt auf das Gaspedal bringt viel Lärm im Innenraum, aber leider wenig Vortrieb. Dieser Wagen hat mir gezeigt, dass die Amerikaner ziemlich weit abgeschlagen sind, wenn es um Technik im Auto geht. Ausserdem ist mir eines aufgefallen: Ich mag nicht ständig zur Tankstelle fahren. Ich habe kein Problem mit einem höheren Verbrauch – ehrlich – aber dann verbaut bitte einen entsprechenden Tank, damit ich nicht nur 400 Kilometer fahren kann mit einer Füllung!

Hier hat der Porsche extrem leichtes Spiel, denn nach dem Eindruck des jetzigen Fahrzeugs, kann er nur haushoch gewinnen. Ich bin mir natürlich bewußt, dass hier auch ein erheblicher Preisunterschied zwischen den Wagen liegt und damit auch ein deutlicher Unterschied vorliegen muss. Und daher freue ich mich auch so auf den Neuen!

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