Erlebnis Werksabholung – Fahrzeugübergabe

Der Tag der Tage ist nun (leider) auch vorbei und wie angekündigt – allerdings etwas später als geplant – möchte ich Dir meine Eindrücke schildern und Dich somit ein klein bisschen teilhaben lassen. Aufgrund der Länge des Beitrags habe ich ihn in zwei Teile geteilt. Hier ist der erste Teil.

Judgement Day

Porsche LoungeDie Anmeldung des Porsche bei der Kfz-Zulassungsstelle verlief absolut reibungslos und blitzschnell – entgegen dem zweiten Wagen, den wir ummelden wollten und vor Ort feststellen mussten, dass der TüV im Juni abgelaufen war … Nach einigem Hin und Her war aber auch das erledigt, so dass wir am Nachmittag in die Bahn nach Stuttgart steigen konnten. Dort angekommen haben wir direkt die Bahn zum Motel One genommen. Alles in allem eine angenehme Reise mit der Bahn, die in diesem Fall auch erstaunlich pünktlich war.

Wir hatten die Woche vor der Abholung Urlaub im 5-Sterne Hotel gemacht, daher war das Motel One ein recht starkes Kontrastprogramm. Nichtsdestotrotz ist es angenehm, unkompliziert und stylish. Entgegen einiger Schilderungen im Porsche Forum von Enthusiasten, die in der Nacht vor der Abholung kaum schlafen konnten, habe ich genächtigt wie ein Baby und konnte somit gut erholt den Tag der Tage starten. Schnell gefrühstückt, Sachen zusammengepackt, in das am Vorabend bestellte Taxi gestiegen und auf zum Porsche Werk, denn die Abholung begann um 8:30 Uhr. Am Porscheplatz ist sehr deutlich zu sehen, warum der Platz seinen Namen hat. Rundherum ist nur Porsche: das Porsche Museum, das Porsche Zentrum Zuffenhausen und das Werk. Am Tor der Traumwagenfabrik fragte ich brav nach dem Ort für die Werksabholung und ein freundlicher Security Mann – kein Widerspruch in sich – fuhr meine Frau und mich passenderweise im Cayenne S e-Hybrid einmal um das Gebäude zum Eingang der Abholung.

Kurzfristige Abgabe der Insignien des Eigentums

Dort angekommen wurden wir nett von den Damen begrüßt und nach den Details gefragt: Name, abzuholendes Fahrzeug, Kennzeichen, Umweltplakette, Fahrzeugpapiere. Während meine Frau sich in der Lounge niederließ, konnte ich diese Details klären und wurde über den Ablauf informiert:

  • Fahrzeugübergabe
  • Werksführung
  • Mittagessen
  • (Museum)

Also leicht anders als erwartet und ich begann das Muster hinter dem Ablauf zu erkennen. Nach der Abgabe der Kennzeichen und der Überprüfung der Papiere benötigen die Kollegen noch knapp 20 Minuten zur finalen Präparation des Fahrzeugs. Nettes Detail bei den Kennzeichen: ich wurde gefragt, ob ich die Kennzeichen direkt an das Fahrzeug oder in einen Rahmen haben möchte. Die nette Dame zeigte mir zwei Bilder von den beiden Optionen und ich entschied mich für die Rahmen. Ich hatte einen Moment daran gedacht, was diese Rahmen wohl jetzt an Aufpreis kosten – mittlerweile kenne ich ja die Aufpreispolitik und das Preisniveau bei Porsche – doch es stellte sich schlussendlich heraus, dass keine weiteren Kosten anfallen. Guter Start! Dann nahm auch ich Platz in der Lobby – wie auf dem oberen Bild zu sehen. Hinter mir kannst Du noch einen Teil der Theke sehen, auf der kleine belegte Schnittchen und Croissants angeboten wurden und eine Mitarbeiterin lief durch die Lounge und brachte die gewünschten Getränke. Das konnten wir gar nicht ausgiebig genießen, denn die 20 Minuten gingen schneller rum als gedacht. Es stellte sich ein älterer Herr vor, der uns zum Wagen bringen und dort das Fahrzeug erläutern und übergeben wollte. Nichts lieber als das! Der Mann hatte einen leicht schwäbischen, teils fränkischen Dialekt und auf meine Frage nach der Herkunft entgegnete er, dass er eigentlich aus Amerika kommt. Aber 30 Jahre im Schwabenländle gehen halt nicht spurlos an einem vorüber. Die Halle zur Fahrzeugübergabe ist ziemlich groß, so dass die Autos in insgesamt zwei Abschnitten jeweils rechts und links einer Mittelgasse stehen. Die Gasse ist letztlich der Weg der Ausfahrt und die anderen Wagen formen ein angenehmes und angemessenes Spalier.

Und da stand er.

Mein Porsche Cayenne S e-HybridUnser wunderschönes neues Auto – maßgeschneidert mit allem, was wir haben wollten. Obwohl es ein ganz toller Moment ist, war mein Verstand noch nicht in der Lage zu begreifen, dass dieses Auto hier uns gehört. Das sollte erst wirklich viel später kommen. Es folgten die obligatorischen Fotos von meiner Frau, mir und dem Auto und auch hier zeigt sich Porsche von seiner besten Seite, denn standardmäßig werden zwar mehrere Fotos geschossen und eines gedruckt und in einer schönen Mappe mit einem Metallstück mit der Fahrzeugnummer und einer Skizze eines Porsche später übergeben. Meine Frau fragte, ob die Fotografin ein Foto nur von mir und dem Wagen machen könnte – weil meine Frau ein Bild von ihrem stolzen Mann vor dem neuen Auto haben wollte. Ich liebe Sie für die vielen Kleinigkeiten dieser Art! Schlussendlich bekamen wir die Mappe mit dem Bild von mir und eine zweite, kleinere Mappe (ohne das Metallstück und die Skizze) mit dem Bild von uns dreien. Ein netter Service und schnell geschaltet von den Mitarbeitern.

Der Schlüssel liegt bei jedem Porsche auf dem Armaturenbrett über dem Lenkrad und da bleibt er zunächst auch liegen, denn als erstes beginnt der Rundgang um das Auto mit den Erläuterungen. Erster Halt: Kofferraum. Wo geht er auf, wie kann man den Wagen absenken zum Beladen und wie fährt er wieder hoch. Dann der Blick unter die Bodenplatte auf die Hochvoltbatterie mit der Mahnung, hier nur Fachleute ranzulassen und keine weiteren Gegenstände dort zu verstauen. Na gut. Nächster Stopp: Fahrertür. Einsteigen? Fehlanzeige! „Hier ist der Hebel für die Motorhaube“ und auf gings zur nächsten Station: dem Motor. Auch hier der Hinweis, die Finger von allen grell-orangefarbenen Kabeln zu lassen. Kriege ich hin, will ja fahren, nicht basteln! 🙂

Dann durfte ich endlich auf meinen Fahrersitz einsteigen! Nun wurde mir in einer knappen Stunde das Auto erklärt. Die Detailtiefe kann man bestimmt variieren, doch ich wollte das ganze Programm! War ja auch ein gutes Wiederholen meiner Vorbereitung, dann bleiben die Sachen besser hängen. Das Finale ist dann die Ausfahrt mit dem eigenen Fahrzeug aus der Halle. Vor mir fuhren schon zwei 911’er aus der Halle und dem ein oder anderen verschlug es die Sprache, als unser Cayenne lautlos den Weg antrat. Ein Hochgenuss und wahnsinniges Gefühl. Den Wagen konnten wir auf dem Parkplatz im Inneren des Werks abstellen, denn nun ging es zur Werksführung, die ich im nächsten Teil schildern werde.

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