Gebrauchtwagen – Ja, nein, vielleicht

Auf dem Weg zum neuen Porsche hatten wir versucht, einen Gebrauchtwagen zu finden. Zunächst wollten wir dabei einen 2006’er Cayenne nehmen. Leider war diese Aktion nicht von Erfolg gekrönt – wie in einem früheren Beitrag geschrieben. Doch was spricht gegen ein neueres Modell als Gebrauchtwagen?

„Ihr seid alle verschieden“ (Brian in „Das Leben des Brian“)

Bei meiner Suche nach Gebrauchten, habe ich recht wenig Porsche aus dem Modelljahr 2009 gesehen, die zum Verkauf angeboten wurden. Wenn Sie angeboten wurden, dann zu einem in meinen Augen sehr hohen Preis. Unter 50.000 Euro fing keiner an, der für mich akzeptabel gewesen wäre. Denn bei dem Punkt akzeptabel kommen wir an den Knackpunkt der Suche. Wir haben alle eine eigene Meinung, was unbedingt in einen Wagen konfiguriert werden muss. Diese Meinungen liegen aber nur selten übereinander oder zumindest konnte ich die Person nicht finden, die meinen Geschmack hatte und auch noch den Wagen verkaufen wollte. Reihenweise waren Features enthalten, für die ich kein Geld bezahlen würde, da anscheinend ein Teil der Cayenne-Fahrer-Gemeinde mehr Wert auf das Äußere des Wagens legt oder auf die Geräuschkulisse. Auf der anderen Seite fehlten genau die Merkmale, die ich unbedingt hätte haben wollen, wie Standklimatisierung oder Abstandsregeltempostat.

Natürlich bin ich zu Abstrichen bereit, doch wo fängt das an und wo hört das auf? Ich habe versucht – bereits bei der Suche nach dem 2006’er – meine Feature-Wünsche zu priorisieren. Es blieb bei dem Versuch! Wenn ich mir ein teures Auto kaufe, dann freue ich mich auf die vielen kleinen Details und möchte später nicht sagen – „hätte ich damals mal lieber … reibkonfiguriert“.

So konnte ich mir mein Auto mit allem konfigurieren, was ich meine zu benötigen. Natürlich kann es passieren, dass ich später denke, dass ich etwas vergessen hätte. Doch ich habe auf dem Weg nicht wissentlich einen Kompromiss gemacht, sondern etwas vergessen – ein großer Unterschied im Kopf.

Garantie bei einem Gebrauchtwagen

Nach eigenen Angaben fahren immer noch über 70% der jemals verkauften Porsche Autos. Dieses Details ist zweifelsohne beeindruckend, doch was hilft mir das, wenn ich einen gebrauchten Cayenne kaufe, der laufend in die Werkstatt muss? Entweder suche ich einen Gebrauchten mit Porsche Garantie – dann ist der Preis aber auch wieder höher – oder ich vertraue auf dem privaten Verkäufer – was beim Autokauf generell keine gute Idee ist.

Bei einem Neuwagen sind auf jeden Fall zwei Jahre Garantie auf alle Teile sowie teilweise noch längere Garantiezeiten für ausgewählte Komponenten. Hier kann ich bei Macken direkt zu Porsche fahren und nachbessern lassen und ohne dabei als Bittsteller dazustehen, der im Nachhinein den Preis drücken möchte.

Ein echter Hybrid sollte es sein

Ein zweiter wichtiger Grund für den Neuwagen war, dass Porsche erst mit dem aktuellen Modell einen „echten“ Hybrid auf den Markt gebracht hat. Das vorherige Modell hatte zwar eine Hybrid-Variante, die konnte allerdings nicht elektrisch fahren. Hier war der elektrische Anteil nur zur Unterstützung des Verbrennungsmotors und konnte auch nicht extern geladen werden. Diese Variante konnte quasi mit dem e-Anteil den Spritverbrauch verbessern.

Erst mit der neuen Cayenne-Reihe kam ein vollwertiger e-Hybrid, der ein rein elektrisches Fahren erlaubt. Genau das war aber der Wunsch meiner holden Gattin. Wer von uns Männern würde diesem Wunsch nicht nachkommen, wenn es bedeutet, dass man anstatt eines Gebrauchtwagen plötzlich einen neuen Porsche konfigurieren und kaufen muss!?! 🙂 Zudem haben die kleinen Veränderungen den neuen Cayenne in den Augen meiner Frau noch schöner gemacht und dem kann ich nur beipflichten.

 

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