Hybride in der Zukunft

Tempus fugit – Zeit vergeht. Lange Zeit galt für die Autohersteller, dass sie sich Zeit lassen könnten, wenn es um den Punkt Weiterentwicklung ging. Seit einiger Zeit hat sich das geändert und einige Hersteller – wie in meinen Augen Mercedes – laufen den Ereignissen teilweise hinterher.

Alternative Antriebstechniken

Lange fordern verschiedenste Gruppen von den Automobilherstellern ein Umdenken und eine Abkehr vom traditionellen Verbrennungsmotor. Es hat sehr lange gedauert und wir haben zunächst verschiedene Richtungen gesehen – Elektroantriebe waren zunächst belächelt neben dem Gasantrieb. Jetzt scheint sich in meinen Augen ein Trend in Richtung Elektro anzukündigen, nachdem die gasbetriebenen Autos in den Absatzzahlen stagnieren. Ob der elektrische Antrieb das Wunder- oder Heilmittel sein wird, wage ich zu bezweifeln. Doch es erlaubt uns einen Zwischenschritt in eine richtige Richtung. Dauert dadurch die gesamte Entwicklung länger? Ja! Wäre ein direkter Schritt besser? Ich glaube nein, denn mit diesem Zwischenschritt – auf dem wir uns bestimmt auch wieder ein bisschen ausruhen werden – werden neue Ideen kommen und wir gehen zumindest schonmal einen Zwischenschritt. Ohne ihn würden wir vielleicht in ein paar Jahren erkennen, dass der eigentliche Schritt doch leider nicht geht und würden weiter auf dem guten alten Verbrennungsmotor verweilen.

Tanken mal anders

Ich bin mir sicher, dass auf diesem Weg an Zwischenschritten noch zwei weitere kommen werden. In meinen Augen ist nach wie vor die Infrastruktur für rein elektrische Fahrzeuge suboptimal ausgebaut. Und damit meine ich sowohl die Anzahl an Tankstellen, die Preise, als auch die Ladezeiten. Die Ladezeiten für die neuen Tesla Modelle verheißen Gutes: 20 Minuten um 80% der Batterie zu laden. Das sind gute Neuigkeiten, doch leider dauern die restlichen 20% wieder deutliche länger und die Tesla eigenen Schnellladestationen befinden sich an „strategisch günstigen“ Positionen, um eine Fahrt durch die Republik zu gewährleisten, doch die wenigsten davon sind an Autobahnraststätten. Wie soll ich dann auf einer langen Autobahnstrecke tanken? Was ist mit dem Rest der Straßen? Ich will ja nicht beim Tanken 90 Minuten warten, bis ich weiterfahren kann. Das ist für mich kein Fortbewegungskonzept, sondern eher ein Entschleunigungs-Coaching.

Was wäre, wenn für ein Tanken lediglich ein Batteriewechsel an der Tankstelle nötig wäre. Die Batterie müsste natürlich prominent platziert und einfach zu entnehmen sein. Doch dann könnte man sie einfach nehmen, abgeben und eine neue, vollgeladene nehmen und einsetzen – so wie Gasflaschen für den Grill beispielsweise. Das würde natürlich bedeuten, dass sich die Hersteller auf eine Batterieart und -bauweise einigen und wäre somit genauso wahrscheinlich wie die Erforschung der Teleportation für Menschen innerhalb der kommenden drei Stunden.

Wer erweitert wessen Reichweite

Derzeit erleben wir den elektrischen Antrieb als Range Extender für den Benzinmotor. Also letztlich ein Verbrauchsreduzierer für den Verbrenner. Was wäre, wenn wir in die Elektrofahrzeuge ein kleines Dieselaggregat einbauen, was dann als Range Extender für den E-Antrieb fungiert. Quasi der e-Charge Knopf des Cayenne in einem Elektroauto. Der Generator würde nur Strom zum Laden der Batterie während der Fahrt produzieren und nicht den Antrieb unterstützen. Wäre das nicht auch ein möglicher Zwischenschritt auf dem Weg in eine bessere Zukunft? So könnte der Einsatz von Verbrennungsmotoren – im weitesten Sinne – zugunsten von elektrischer Fahrweise reduziert und gleichzeitig die Reichweite deutlich gesteigert werden. Das gäbe Menschen wir mir die Sicherheit, dass ich nicht am Ende der Batterie liegenbleibe oder lange warten muss, bis ich weiterfahren kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.