Was passiert nach der Auslieferung

Bald ist es soweit und ich kann meinen Cayenne abholen. Einige Leser haben sich vielleicht schon die Frage gestellt, was eigentlich passiert, wenn ich den Wagen abgeholt habe. Wie wird die Frequenz der Beiträge sein, wird es noch Artikel geben oder verstaubt dieser Blog anschließend wie so viele andere? Antworten gebe ich hier und heute.

Die hohe Schlagzahl wird verringert

Die Frequenz der Beiträge kann ich nicht mit sinnvollen Themen aufrechthalten und will ich auch gar nicht. Insofern werde ich nicht mehr jeden Tag einen Artikel schreiben, ich denke derzeit an einen Beitrag pro Woche. Allerdings wird dieser Beitrag dann auch etwas länger sein, als die üblichen 500 – 700 Wörter hier. Diese Länge war in meinen Augen ideal für die bisherige Art der Berichterstattung, in der hauptsächlich meine Gedanken zu einem Auto, dass ich erst noch bekomme, dokumentiert sind. Das bringt mich zum zweiten Punkt.

Shift in content

Mit dem Zündschlüssel in meiner Hand werde ich den Inhalt mehr auf die Erfahrungen in verschiedenen Aspekten eingehen. Also weg von Beschreibung, was ich denke und hin zu praktischen Erfahrungen im Alltag. Diese Beiträge werde ich dann auch deutlich mehr mit Bilder und Videos unterlegen, damit Du einen direkten Eindruck von dem hast, worüber ich schreibe. Hierbei werde ich verschiedene Themen behandeln wie zum Beispiel einzelne Funktionen des Fahrzeugs in der Praxis – beispielsweise Stärken und Schwächen des Abstandsregeltempostat. Das hat den Vorteil, dass Du dann im Video sehen kannst, wovon ich spreche und wie das Feature aussieht bzw. wie es sich auswirkt.

Dauerbrenner

Daneben wird es auch einige Dauerthemen geben – beispielweise den Verbrauch auf den von mir gefahrenen Strecken. Damit bekommst Du einen sehr guten Überblick, wie sich der tatsächliche Spritverbrauch darstellt – ob Du jetzt einen Cayenne S e-Hybrid kaufen wollen würdest oder vielleicht auch als Vergleich zu Deinem eigenen Hybrid. Denn eins ist klar: Der Verbrauch von 3,4 Liter auf 100 Kilometern ist wenn überhaupt, dann auf keinen Fall dauerhaft in der Realität zu erreichen. Auf der anderen Seite sind keine Hersteller-Verbrauchsangaben realistisch zu erreichen und daher liegt auch hier der Fokus auf: Aus der Praxis, für die Praxis.

Dauerbrenner dürfte auch die Erfahrung mit dem öffentlichen Stromtankstellennetz und den Ladezeiten sein oder die Streckenplanung und -optimierung für einen Hybrid. Solche Themen, die einen Hybrid-Fahrer konstant beschäftigen, werden in dieser Rubrik zu finden sein. Hierzu kommen in einem künftigen Beitrag noch etwas mehr Details.

Vergleich und Philosophie

Daneben werde ich sehen, dass ich mit Porsche sprechen kann und den ein oder anderen Wagen zur Probefahrt bekomme. Auf diese Weise kann ich Dir mehr Informationen im Vergleich zu anderen Porsche-Fahrzeugen geben. Wichtig hierbei für Dich ist, dass ich die Wagen in ihrer Alltags- und Strassentauglichkeit zum Cayenne vergleiche. Ich werde weder auf Rennstrecken fahren, noch Höchstgeschwindigkeiten hinterherjagen. Es geht immer um den Spaß am Autofahren und das, wofür wir das Auto meistens einsetzen: Den Weg zur Arbeit und zurück sowie kleinere Ausflüge – da ich zumindest im ersten Moment nicht davon ausgehe, dass Porsche mir ein Fahrzeug für eine ganze Woche mit 2.000 – 3.000 Kilometern zur Verfügung stellen wird.

Gerne gehe ich bei allen Bereichen auch auf Wünsche von Dir ein – sofern im Rahmen meiner dargestellten Philosophie. 🙂 Schreib Sie einfach als Kommentar an einen Artikel oder per Mail an mich.

Es wird also ein abwechslungsreicher Mix aus Themen und ich freue mich, wenn Du dabei bist.

Gebrauchtwagen – Ja, nein, vielleicht

Auf dem Weg zum neuen Porsche hatten wir versucht, einen Gebrauchtwagen zu finden. Zunächst wollten wir dabei einen 2006’er Cayenne nehmen. Leider war diese Aktion nicht von Erfolg gekrönt – wie in einem früheren Beitrag geschrieben. Doch was spricht gegen ein neueres Modell als Gebrauchtwagen?

„Ihr seid alle verschieden“ (Brian in „Das Leben des Brian“)

Bei meiner Suche nach Gebrauchten, habe ich recht wenig Porsche aus dem Modelljahr 2009 gesehen, die zum Verkauf angeboten wurden. Wenn Sie angeboten wurden, dann zu einem in meinen Augen sehr hohen Preis. Unter 50.000 Euro fing keiner an, der für mich akzeptabel gewesen wäre. Denn bei dem Punkt akzeptabel kommen wir an den Knackpunkt der Suche. Wir haben alle eine eigene Meinung, was unbedingt in einen Wagen konfiguriert werden muss. Diese Meinungen liegen aber nur selten übereinander oder zumindest konnte ich die Person nicht finden, die meinen Geschmack hatte und auch noch den Wagen verkaufen wollte. Reihenweise waren Features enthalten, für die ich kein Geld bezahlen würde, da anscheinend ein Teil der Cayenne-Fahrer-Gemeinde mehr Wert auf das Äußere des Wagens legt oder auf die Geräuschkulisse. Auf der anderen Seite fehlten genau die Merkmale, die ich unbedingt hätte haben wollen, wie Standklimatisierung oder Abstandsregeltempostat.

Natürlich bin ich zu Abstrichen bereit, doch wo fängt das an und wo hört das auf? Ich habe versucht – bereits bei der Suche nach dem 2006’er – meine Feature-Wünsche zu priorisieren. Es blieb bei dem Versuch! Wenn ich mir ein teures Auto kaufe, dann freue ich mich auf die vielen kleinen Details und möchte später nicht sagen – „hätte ich damals mal lieber … reibkonfiguriert“.

So konnte ich mir mein Auto mit allem konfigurieren, was ich meine zu benötigen. Natürlich kann es passieren, dass ich später denke, dass ich etwas vergessen hätte. Doch ich habe auf dem Weg nicht wissentlich einen Kompromiss gemacht, sondern etwas vergessen – ein großer Unterschied im Kopf.

Garantie bei einem Gebrauchtwagen

Nach eigenen Angaben fahren immer noch über 70% der jemals verkauften Porsche Autos. Dieses Details ist zweifelsohne beeindruckend, doch was hilft mir das, wenn ich einen gebrauchten Cayenne kaufe, der laufend in die Werkstatt muss? Entweder suche ich einen Gebrauchten mit Porsche Garantie – dann ist der Preis aber auch wieder höher – oder ich vertraue auf dem privaten Verkäufer – was beim Autokauf generell keine gute Idee ist.

Bei einem Neuwagen sind auf jeden Fall zwei Jahre Garantie auf alle Teile sowie teilweise noch längere Garantiezeiten für ausgewählte Komponenten. Hier kann ich bei Macken direkt zu Porsche fahren und nachbessern lassen und ohne dabei als Bittsteller dazustehen, der im Nachhinein den Preis drücken möchte.

Ein echter Hybrid sollte es sein

Ein zweiter wichtiger Grund für den Neuwagen war, dass Porsche erst mit dem aktuellen Modell einen „echten“ Hybrid auf den Markt gebracht hat. Das vorherige Modell hatte zwar eine Hybrid-Variante, die konnte allerdings nicht elektrisch fahren. Hier war der elektrische Anteil nur zur Unterstützung des Verbrennungsmotors und konnte auch nicht extern geladen werden. Diese Variante konnte quasi mit dem e-Anteil den Spritverbrauch verbessern.

Erst mit der neuen Cayenne-Reihe kam ein vollwertiger e-Hybrid, der ein rein elektrisches Fahren erlaubt. Genau das war aber der Wunsch meiner holden Gattin. Wer von uns Männern würde diesem Wunsch nicht nachkommen, wenn es bedeutet, dass man anstatt eines Gebrauchtwagen plötzlich einen neuen Porsche konfigurieren und kaufen muss!?! 🙂 Zudem haben die kleinen Veränderungen den neuen Cayenne in den Augen meiner Frau noch schöner gemacht und dem kann ich nur beipflichten.

 

Ausstattung – Teil 1 – Assistenten

Wenn man auf der grünen Wiese beginnen darf und für einen Moment jeden Gedanken an die Kosten beiseite schiebt, was konfiguriert man sich dann in sein neues Auto?

Eine Frage der Persönlichkeit

Ich bin nicht der Typ für eine besondere Art von Leder im Auto, ich bin eher ein Fan von Alcantara bzw. jeder Art von Nubuk Leder bei dem die Gegenstände auf dem Sitz nicht bei jeder abrupten Bremsung oder Beschleunigung von den Sitzen rutschen. Insofern war diese Frage recht schnell geklärt.

mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de
Das nennt sich Cockpit! Mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de

Zudem bin ich ein sehr technik-afiner Mensch, was bedeutet, dass ruhig viele Knöpfe und technische Gadgets im Auto sein dürfen. Entsprechend sind für mich solche Dinge wie Tempomat, automatisches Licht, automatische Scheibenwischer das Minimum. Doch was tun, wenn solche Dinge schon in der Basisausstattung enthalten sind? Gott sei Dank gibt es Erfindungen wie Abstandsregeltempostaten, Spurwechselassistenten, Tempolimitanzeiger und ihresgleichen. Nur mit einem Assistenten konnte ich mich nicht anfreunden und habe ihn aus der Konfiguration gestrichen: Der Spurverlassenwarner! Ich fahre seit über 20 Jahren Auto und Motorrad, ich bin noch nie eingeschlafen am Steuer und ich bin seltenst durch Mobiltelefone oder anderes vom Fahren abgelenkt, kurzum: ich verlasse meine Spur zum Überholen oder zum Abfahren. Bei diesen beiden Manövern kann es aber durchaus vorkommen, dass ich einmal nicht blinke – wenn niemand da ist, interessiert es auch niemanden, wenn ich abfahre. Wenn ich nun aber nicht blinke, möchte ich nicht von meinem Auto daran erinnert werden, dass ich jetzt die Spur verlasse und schon gar nicht möchte ich ein Lenksignal, um in der Spur zu bleiben, die ich gerade zu verlassen gedenke.

Ein Muss – der Abstandsregeltempostat

Abstandsregeltempostat Regler mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Abstandsregeltempostat Regler mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Kommen wir einmal zu einem für mich wichtigen Merkmal: Der Abstandsregeltempostat! Ich fahre seit knapp 3 Jahren Autos mit Tempomat und bin ein riesiger Fan geworden. Es gibt nichts Angenehmeres für mich, als die Geschwindigkeit einzustellen und mich vollends auf das Fahren an sich bzw. die anderen Verkehrsteilnehmer und deren teilweise obskure Fahrmanöver zu konzentrieren oder – wenn es die Umstände zulassen – die Umgebung anzuschauen. Vor allem in Baustellen oder in Abschnitten mit Tempolimit ist der Tempomat fast konstant eingeschaltet und mein absolutes Highlight. Ich kann die korrekten Geschwindigkeit plus Toleranz einstellen und habe quasi die Garantie, dass ich nicht geblitzt werde! Die Tatsache, dass ich mich um das Halten der Geschwindigkeit nicht mehr kümmern brauche und damit Konzentration für andere Dinge frei habe, verleiht mir ein gefühltes Plus an Sicherheit. Einziges Manko: ich gehöre mit meiner Tempomat-Fahrstil anscheinend immernoch zu einer Minderheit. Das merke ich immer an einem Phänomen: andere Autos fahren selten eine gleichbleibende Geschwindigkeit. Setze ich zum Überholen an, werden sie gefühlt grundsätzlich wieder schneller. Ein Blick auf den Fahrer / die Fahrerin offenbart meist das Handy am Ohr, das Schreiben oder Lesen einer Nachricht auf dem Smartphone oder andere Ablenkungen.

Abstandsanzeige mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Abstandsanzeige mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Die Aussicht, dass der Tempomat auf vorausfahrende Autos und deren Geschwindigkeit eingehen kann und das er auch noch automatisch auf meine gewählte Geschwindigkeit wieder beschleunigt, wenn das vorausfahrende Fahrzeug weg ist, ist für mich die Erfüllung. Vorbei die Zeit, in der ich in einer Kolonnenfahrt konstant am Tempomat manuell die Geschwindigkeit justiere. Ein wahrer Lichtblick für mich und ein Feature, was mein Autofahrerlebnis definitiv noch mehr entspannt und verbessert.