Dauertests in diesem Blog

Wie schon in meinem vorherigen Beitrag erwähnt, wird dieser Blog sich nun in Richtung Erfahrungsbericht entwickeln und die Theorie und Erwartungen hinter sich lassen. Jetzt geht es darum, wie sehr das Auto diese Erwartungen erfüllen oder übererfüllen kann.

Medienzuwachs

Ich werde in künftigen Beiträgen bestimmte Details beleuchten und auf deren Vor- und Nachteile im Alltagsgebrauch testen. Hierbei werde ich nach Möglichkeit sowohl den täglichen Arbeitsweg, kurze Trips am Wochenende sowie die Erfahrung aus Urlauben einfließen lassen, um ein möglichst komplettes Bild zu zeichnen. Für diese Beiträge werde ich neben eigenen Fotos teilweise auch Videos erstellen und hier zur Verfügung stellen, so dass Du genau sehen kannst, was ich meine. Diese Videos werde ich auch nutzen, um die wiederkehrenden Themen über die Zeitspanne näher zu beleuchten:

  • Spritverbrauch
  • E-Reichweite
  • e-Tankstellen Erfahrung (Suche, Tankvorgang, etc)
  • Kosten für e-Tanken an der eigenen Zapfsäule

Mindermengen

Spritverbrauch ist bei einem Hybrid-Fahrzeug immer eines der Top-Themen und ich möchte es mit meinen Erfahrungen hier darstellen. Die Automobilhersteller geben bei der Werksangabe zum Verbrauch immer den typischen Disclaimer-Text an: „der tatsächliche Benzinverbrauch kann aufgrund der gefahrenen Strecken und Begebenheiten variieren“ oder ähnlich. Ich werde aufzeigen, auf welchen Strecken, teilweise mit welchem Höhenprofil und welchen Geschwindigkeiten ich welche Verbräuche erzielt habe. Du kannst diese Daten zum Vergleich mit Deinem eigenen Hybrid oder Nicht-Hybrid nehmen oder damit Deine eigene Kauf- oder Nichtkaufentscheidung untermauern, das überlasse ich Dir. Von mir bekommst Du Zahlen aus dem wahren Leben und aus dem normalen Fahrverhalten.

Das schließt Zahlen beim Einfahren in den unterschiedlichen Etappen ein – die ersten 1.000 Kilometer, 3.000 Kilometer. Nach meiner bisherigen Erfahrung gibt es dann nochmal so zwischen 20.000 und 40.000 Kilometern eine weitere spürbare Reduktion und auch die werde ich dokumentieren.

Elektrische Schwankungen

Der elektrische Antrieb unterliegt nach diversen Quellen einer erheblichen Schwankung mit den Jahreszeiten – Winter = wenig Kilometer; Sommer = mehr Kilometer. Ich werde hier darstellen, wie sich diese Schwankungen auf meinen Strecken auswirken, wie hoch sie sind und unter welchen Bedingungen. Hierzu zählt auch die mögliche Diskrepanz zwischen angezeigter und tatsächlicher Reichweite – hier hatte ich während der Probefahrt ein angenehmes Erlebnis, in dem 7 Kilometer e-Reichweite angezeigt wurden und ich 9 Kilometer elektrisch gefahren bin.

Wichtig und auch nirgends zu finden ist auch der Verbrauch des Verbrennermotors im e-Charging Modus. Ich möchte zeigen, um wieviel der Verbrauch ansteigt, auch wenn das kein exakter Wert sein wird, aber hier ist eine Näherung besser als gar keine Vorstellung von der Verbrauchserhöhung.

Tanken mal anders

Ebenfalls für Umsteiger sehr interessant wird das Dauerthema e-Tankstellen sein, denn ich kann mir derzeit noch nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn ich künftig an meinen Ankunftsorten nach kostenlosen e-Tankstellen Ausschau halte. Wie gut ist die Infrastruktur ausgebaut, wie einfach ist sie zu bedienen? Aber auch kleine Punkte möchte ich aufzeigen, etwa wie häufig sind in der Praxis die aufgesuchten e-Tankstellen von Verbrennern zugeparkt oder defekt oder sonstwie blockiert. Auch die Frage der Vorbereitung der Reiseroute mit der Suche nach e-Tankstellen lasse ich mit einfließen. Damit hast Du ein deutlicheres Bild dessen, was Dir als Umsteiger gegebenenfalls auch bevorsteht oder worauf Du Dich einstellen solltest.

Solar sei Dank

Die meiste Zeit werde ich zumindest mein Auto zu Hause mit Strom betanken, daher möchte ich Dir auch aufzeigen, wie viel Strom der Wagen im Monat zu sich nimmt und was das für Kosten verursacht. Vielleicht zeigt sich dabei, dass der Stromverbrauch so hoch ist, dass er einem Spritverbrauch von 15 Liter und mehr auf 100 Kilometer entspricht. Wenn Du dann den Strom bezahlen musst und nicht über die eigene Solaranlage gewinnst, dann ist künftig ein Diesel eventuell doch sinnvoller. Die Solaranlage ist zwar bei uns in der Planung, wird aber erst später in diesem oder am Anfang des kommenden Jahres realisiert, daher muss ich im ersten Moment den Strom kaufen. Ich möchte nach dem Umstieg auf Solar auch zeigen, welche Anlagengröße eine Tankfüllung benötigt und auch hier wie sich die Ausbeute der Anlage über das Jahr gestaltet. Auch hier wird die Sonne im Sommer – durch die längere Dauer, nicht etwas durch das Mehr an Wärme – mehr Energie liefern als im Winter. Das bedeutet, dass ich im Winter ziemlich sicher Strom dazukaufen muss.

Das sind die Dauerthemen, die immer mal wieder als Beiträge erscheinen werden und Dir wertvolle Informationen liefern können.

Was passiert nach der Auslieferung

Bald ist es soweit und ich kann meinen Cayenne abholen. Einige Leser haben sich vielleicht schon die Frage gestellt, was eigentlich passiert, wenn ich den Wagen abgeholt habe. Wie wird die Frequenz der Beiträge sein, wird es noch Artikel geben oder verstaubt dieser Blog anschließend wie so viele andere? Antworten gebe ich hier und heute.

Die hohe Schlagzahl wird verringert

Die Frequenz der Beiträge kann ich nicht mit sinnvollen Themen aufrechthalten und will ich auch gar nicht. Insofern werde ich nicht mehr jeden Tag einen Artikel schreiben, ich denke derzeit an einen Beitrag pro Woche. Allerdings wird dieser Beitrag dann auch etwas länger sein, als die üblichen 500 – 700 Wörter hier. Diese Länge war in meinen Augen ideal für die bisherige Art der Berichterstattung, in der hauptsächlich meine Gedanken zu einem Auto, dass ich erst noch bekomme, dokumentiert sind. Das bringt mich zum zweiten Punkt.

Shift in content

Mit dem Zündschlüssel in meiner Hand werde ich den Inhalt mehr auf die Erfahrungen in verschiedenen Aspekten eingehen. Also weg von Beschreibung, was ich denke und hin zu praktischen Erfahrungen im Alltag. Diese Beiträge werde ich dann auch deutlich mehr mit Bilder und Videos unterlegen, damit Du einen direkten Eindruck von dem hast, worüber ich schreibe. Hierbei werde ich verschiedene Themen behandeln wie zum Beispiel einzelne Funktionen des Fahrzeugs in der Praxis – beispielsweise Stärken und Schwächen des Abstandsregeltempostat. Das hat den Vorteil, dass Du dann im Video sehen kannst, wovon ich spreche und wie das Feature aussieht bzw. wie es sich auswirkt.

Dauerbrenner

Daneben wird es auch einige Dauerthemen geben – beispielweise den Verbrauch auf den von mir gefahrenen Strecken. Damit bekommst Du einen sehr guten Überblick, wie sich der tatsächliche Spritverbrauch darstellt – ob Du jetzt einen Cayenne S e-Hybrid kaufen wollen würdest oder vielleicht auch als Vergleich zu Deinem eigenen Hybrid. Denn eins ist klar: Der Verbrauch von 3,4 Liter auf 100 Kilometern ist wenn überhaupt, dann auf keinen Fall dauerhaft in der Realität zu erreichen. Auf der anderen Seite sind keine Hersteller-Verbrauchsangaben realistisch zu erreichen und daher liegt auch hier der Fokus auf: Aus der Praxis, für die Praxis.

Dauerbrenner dürfte auch die Erfahrung mit dem öffentlichen Stromtankstellennetz und den Ladezeiten sein oder die Streckenplanung und -optimierung für einen Hybrid. Solche Themen, die einen Hybrid-Fahrer konstant beschäftigen, werden in dieser Rubrik zu finden sein. Hierzu kommen in einem künftigen Beitrag noch etwas mehr Details.

Vergleich und Philosophie

Daneben werde ich sehen, dass ich mit Porsche sprechen kann und den ein oder anderen Wagen zur Probefahrt bekomme. Auf diese Weise kann ich Dir mehr Informationen im Vergleich zu anderen Porsche-Fahrzeugen geben. Wichtig hierbei für Dich ist, dass ich die Wagen in ihrer Alltags- und Strassentauglichkeit zum Cayenne vergleiche. Ich werde weder auf Rennstrecken fahren, noch Höchstgeschwindigkeiten hinterherjagen. Es geht immer um den Spaß am Autofahren und das, wofür wir das Auto meistens einsetzen: Den Weg zur Arbeit und zurück sowie kleinere Ausflüge – da ich zumindest im ersten Moment nicht davon ausgehe, dass Porsche mir ein Fahrzeug für eine ganze Woche mit 2.000 – 3.000 Kilometern zur Verfügung stellen wird.

Gerne gehe ich bei allen Bereichen auch auf Wünsche von Dir ein – sofern im Rahmen meiner dargestellten Philosophie. 🙂 Schreib Sie einfach als Kommentar an einen Artikel oder per Mail an mich.

Es wird also ein abwechslungsreicher Mix aus Themen und ich freue mich, wenn Du dabei bist.

Neues Denken – strategische Fahrstreckenplanung

Ich hatte vor zwei Tagen schon eine der beiden für mich faszinierenden neuen Herausforderungen beim Hybrid beleuchtet – der Suche nach Stromtankstellen. Heute möchte ich mich dem Thema Fahrstreckenplanung widmen.

Ein fast verlorengegangene Kunst

Wenn ich ein paar Jahre zurückdenke, in eine Zeit vor den Navigationssystemen, dann denke ich an dicke Autobahnatlanten im Kofferraum, mit Karten in verschiedenen Maßstäben für die gleichen Strecken. Damals hat man sich auf den größeren Maßstäben die Gesamtstrecke angeschaut und dann auf den kleineren Karten die Details für den „Endanflug“. Man(n) fuhr noch mit Falk-Stadtplänen, die durch ihr geniales Faltsystem dem Fahrer erlaubten, den derzeit relevanten Kartenausschnitt zu sehen und wenn man am Rand der Karte angelangt war, musste man entweder anhalten und neu falten oder hat das während der Fahrt gemacht – ging ja auch, wir hatten noch keine Handys am Ohr.

Der Punkt daran war, dass ich mir bei längeren Strecken vor der Fahrt Gedanken über die Strecke gemacht habe und manchmal sogar noch Ausweichpläne, wenn an bestimmten neuralgischen Punkten Stau sein sollte. Diese Gedanken vor der Fahrt sind nach meinem Gefühl mit dem Navigationssystem verschwunden. Wir setzen uns heutzutage ins Auto und geben entweder kurz vor Fahrtantritt oder – dank Sprachsteuerung – während der ersten Fahrkilometer das Ziel ein. Das System wird uns schon leiten! Und es zieht ja sogar Staumeldungen ins Kalkül – das mussten wir damals noch live zur vollen und halben Stunde anhören und überlegen, ob die Meldung jetzt auf der eigenen Strecke ist, die Gegenspur oder ganz woanders.

Energieoptimiert – mein Arbeitsweg

Jetzt mit einem Hybrid – und ich bin mir bewusst, dass es mit einem reinen Elektrofahrzeug noch um ein vielfaches wichtiger ist – kommt ein Teil dieser Nostalgie zurück. Nein, wir müssen keine dicken Wälzer mehr im Kofferraum transportieren und wir suchen auch nicht die Strecken heraus. Aber die Frage, ob sich am Zielort eine Stromtankstelle befindet, wie viele Baustellen – für die elektrischen Fahrten mit bis zu 125 km/h – auf dem Weg sind und wie das Terrain beschaffen ist, werden plötzlich für mich sehr interessant.

Mein Weg zur Arbeit beispielsweise geht prinzipiell 25 Kilometer bergab, doch ist auf den ersten 9 Kilometern der ein oder andere kleinere Hügel auf dem Weg, so dass ich mich nicht nur rollen lassen kann, sondern teilweise bergauf fahren muss – ein bis drei Kilometer. Auf dieser Überlandstrecke – den ersten 9,5 Kilometern – kann ich aufgrund der Verkehrslage nur Geschwindigkeiten zwischen 60 und 100 km/h fahren. Dann folgt ein Stück Autobahn – ca. 10 km – auf der ich auch nur zwischen 100 und 140 km/h fahren kann. Abschließend kommt dann ein Stück Stadtverkehr mit den regelkonformen 50-60 km/h. Ich habe an meinem Arbeitsort keine Stromtankstelle in der Nähe – nicht einmal mehr eine kostenpflichtige, die ich nicht nehmen würde. Insofern versuche ich die Strecke bzw. die Fahrt so zu optimieren, dass mein Spritverbrauch auf dem Hinweg möglichst gering ist, ohne dabei im Kriechtempo zu fahren, und ich so viel wie möglich e-Energie für einen spritsparenden Rückweg habe. Es wird sich zeigen, ob das Abschalten des „E-Power Mode“ – also die Nutzung eines hybriden Antriebs mit mehr Anteilen des Verbrennungsmotors – auf dem Hinweg sinnvoller ist oder auch dadurch zuviel Energie bereits verwendet wird. Zu Hilfe könnte mir das „Segeln“ kommen, bei dem beispielsweise beim Bergabrollend der Motor vom Antriebsstrang entkoppelt und – entgegen der anderen Modelle – ausgeschaltet wird. Diese Beispiel soll auch nur aufzeigen, dass jetzt andere Punkte in mein Kalkül einbezogen werden, als mit einem reinen Verbrennermotor. Und ich liebe solche Herausforderungen und „Forschungsprojekte“. Ich werde berichten.

Geschichte wiederholt sich

Ich bin mir sicher, dass so wie damals durch ein technisches Gadget – das Navigationssystem – die Reiseplanung mittels Autoatlas obsolet wurde, auch die Routenplanung für Hybrid und voll elektrische Fahrzeuge mit e-Tankstellen und Terrain-Ausnutzung in Kürze automatisiert passieren. In diesem Fall bin ich mir sicher, dass sich die Geschichte wiederholt und gleichzeitig gespannt, was dann unsere nächste Herausforderung sein wird.