Gute Argumente für den Beifahrer

Auf dem Weg zur Arbeit sitze ich zwar fast immer alleine im Auto, doch auf den restlichen Strecken fährt meine liebe Frau auf dem Beifahrersitz mit. Grund genug – bereits in den Kaufüberlegungen – auch für den Beifahrer ein paar gute Argumente parat zu haben.

Hereinspaziert und Platz genommen, die Herrschaften

Wenn der Beifahrer oder die Beifahrerin kein Auto-Fan ist, dann ist von außen nicht viel zu holen. Dann heißt es: Einsteigen! Für lange Strecken kenne ich es bei meiner Frau, dass sie entweder aus dem Fenster die Landschaft anschaut bzw. wir uns unterhalten oder sie nimmt eine bequeme Position ein und schläft. Hier bietet der Porsche auf dem Copilotenplatz drei Speicherplätze für verschiedene Sitzpositionen, so dass eine einmal gefundene optimale Schlafposition direkt auf eine Speichertaste gelegt und bei Bedarf wieder hergestellt werden kann. Auf die zweite Taste kann dann die „Wachposition“ gelegt werden. Mir fällt zwar spontan keine sinnvolle und auch noch jugendfreie dritte Position für den Sitz ein, aber das kommt bestimmt noch.

Platz ist hier reichlich

Das zweite gute Argument – zumindest bei meiner Frau – ist das reichhaltige Platzangebot, was allerdings von aussen nicht so aufdringlich zur Schau gestellt wird. Auch die Geräumigkeit auf den hinteren Plätzen, wenn wir mit Bekannten fahren und meine Frau dann freiwillig im Fond Platz nimmt, gewinnt an Wichtigkeit in dieser Diskussion. Hier bietet der Cayenne mehr als genug, denn meine Frau ist kleiner als ich und wenn bei mir in meiner normalen Sitzposition bereits 15 Centimeter Platz zwischen Knien und Vordersitzlehne sind, dann ist das bei ihr noch mehr.

Gerade auf den längeren Fahrten in den Urlaub kommt dann der sehr geräumige Kofferraum zum Zuge, in dem wirklich alles mitgenommen werden kann. Wir haben einmal im schönen Kitzbühel ein wirklich witziges Bild vor einem Hotel gesehen. Hier war ein älteres italienisches Ehepaar mit Hund und wollte den Wagen packen für die Heimfahrt. Der Hund, soviel sei noch erwähnt, hatte eine Schulterhöhe von mindestens 60 cm. Das Problem an der Sache war, dass es sich um einen Mercedes SL handelte und die beiden am Gepäck nicht gespart hatten. Dementsprechend war der Kofferraum bereits bis zum Anschlag voll, der Hunde hatte auf der Notrücksitzbank knapp 40 Centimeter Platz für sich und der Rest war ebenfalls komplett mit Gepäck voll. Skurril war nun, dass vor dem Wagen weitere zwei Koffer standen, die irgendwie gar nicht mehr reinpassen wollten. Die beiden sahen nun mehr oder weniger verzweifelt im ganzen Auto nach kleinere Lücken, in die man das Gepäck verstauen könnte. Ein Blick sagte mir allerdings, dass dieses Unterfangen nahezu unmöglich war. Der Hund schaute mit stoischer Ruhe, als sei er diese Szene schon gewohnt und ich fragte mich, wie die beiden überhaupt mit dem Gepäck nach Kitzbühel gekommen sind. Irgendwie muss ja alles schonmal im Auto drin gewesen sein! Respekt!

Stille

Meine Frau stört sich an lauten Motorgeräuschen und kann überhaupt nicht verstehen, wie das für manche Menschen Musik in den Ohren sein kann. Da kommt der Hybrid gerade recht, denn der ist mucksmäuschenstill beim Anfahren und bei niedrigen Geschwindigkeiten. Somit ist mein Schatz glücklich, dass wir nicht so eine laute „Prollschüssel“ fahren. 🙂 Zudem – und das war auch schon bei Audi sehr gut gelöst – ist die Geräuschkulisse im Inneren des Wagens sehr gering. Das erlaubt auch bei höheren Geschwindigkeiten eine Unterhaltung ohne sich anschreien zu müssen. Beides gute Argumente bei meiner Frau.

Freier Blick nach oben

Ich hatte weiter oben schon erwähnt, dass meine Frau gerne die Landschaft beobachtet und da kommt das Panorama Dachsystem natürlich genau richtig. Hier kann sie aus den Seitenfenstern oder aber – in Städten beispielsweise – aus dem Dach schauen und sich freuen. Zudem hat sie beim Schlafen den Sternenhimmel über sich und was gibt es Romantischeres?

 

Ausstattung – Teil 3 – Sitze, Scheiben

In der heutigen Ausgabe der Miniserie „Ausstattung“ komme ich auf zwei nicht sichtbare Features und eine Glaubensfrage zu sprechen. Alle drei Ausstattungsmerkmale habe ich in meine Konfiguration aufgenommen und sage nun auch warum.

Für die Zukunft gerüstet

Derzeit sehe ich noch nicht sonderlich viele öffentliche Ladestationen auf meinem Weg und mit der Angabe auf den e-Tankstellen-Suchseiten zu den kW der Station kann ich (noch) nichts anfangen. Ich weiß also noch nicht, wie lange ich den Cayenne an einer öffentlichen e-Tankstelle in meiner Nähe aufladen müsste. Doch ich weiß, dass ich aller Wahrscheinlichkeit nach eher selten mehr als zwei Stunden auf einem solchen Parkplatz stehen werde. Insofern war es mir wichtig im Sinne der Zukunftssicherheit – dem erhofften Ausbau des e-Tankstellennetzes – die Ladezeit mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln so kurz wie möglich gestalten zu können. Hierzu zählt der 7,2 kW Onboard-Lader von Porsche, der an einer Industriesteckdose den Wagen in 1,3 Stunden aufladen soll.

Die tatsächlichen Zeiten werden höher sein, da ich zu Hause keine 400 V Steckdose einbauen werde und die Kraft der öffentlichen Tankstellen nicht einschätzen kann. Ich werde über die Zeiten berichten.

Sauna im Sommer – Adieu

Bei dunklen Wagenfarben hat man als Besitzer ab Frühling mehr und mehr Spass, wenn man zurück an sein Auto kommt, was längere Zeit in der Sonne gestanden hat. Einsteigen, „Aufguss“ und fertig ist die Privatsauna! Ich habe im vergangenen Jahr vornehmlich weiße Autos gefahren und muss ehrlicherweise zugeben, dass der Effekt dort deutlich spürbar geringer auftritt. Mir ist klar, dass sich dunkle Autos mehr aufheizen als helle, doch der Unterschied war deutlicher als von mir gedacht. Hinzu kam noch ein zweiter Effekt, mit der selben Ursache. Während der Fahrt wird das Auto zwar durch den Fahrtwind ggf. abgekühlt, doch nach wie vor heizt die Sonne den Wagen auf, was in der Folge bedeutet, dass man entweder die Klimaanlage an- bzw.  die Fenster oder das Schiebedach aufmachen muss. In einem weißen Wagen hingegen ist auch dieser Effekt deutlich geringer.

Mit einem kleinen Feature kann der Besitzer dunkler Wagen zumindest teilweise den Effekt verzögern … nicht aufheben, aber immerhin verzögern. Das Feature heißt „Wärmeschutzverglasung“. Ich hatte vor einiger Zeit einen Beitrag in einem der dritten Programme über diese Scheiben gesehen. In diesem Beitrag wurde ein Schokoladenhase hinter die Windschutzscheibe gelegt und der Wagen „Wärmebestrahlt“. Das Ergebnis habe ich nicht mehr en Detail im Kopf, allerdings kann ich mich noch erinnern, dass die Wärmeschutzverglasung die Hitze um längere Zeit (ich meine es waren 20-30 Minuten) aus dem Wageninneren ferngehalten hat. Ich bin gespannt, ob und wie es wirkt und werde entsprechend berichten.

Eine Glaubensfrage – Sitze

Wenn ich Auto fahre, dann entweder kurze Strecken zur Arbeit (bis 25 Kilometer einfache Strecke) oder lange bis sehr lange Strecken mit meiner Frau auf Ausflügen oder Urlauben (zwischen 250 und 1.200 Kilometer einfache Strecke). Entsprechend weiß ich den Komfort von guten Sitzen zu schätzen, denn wer schon einmal 1.000 Kilometer in einem Rutsch durchgefahren ist, wird bestätigen, dass die Sitze einen entscheidenden Unterschied machen.

Im Konfigurator gibt es für den Cayenne drei Optionen

  • Standard Sitze (8-Wege Verstellung)
  • Komfort Sitze (14-Wege Verstellung)
  • Sport Sitze (18-Wege Verstellung)
Sitzeinstellungen mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
18-Wege Sitzeinstellungen mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Im ersten Moment dachte ich, dass mehr Wege für mich auch mehr Komfort bedeuten. So waren die Standard Sitze recht schnell abgehakt und die Frage nur noch nach Komfort oder Sport. Doch dann gab mir mein Porsche Händler den entscheidenden Tip, beide Sitze Probe zu sitzen.

Die Komfort Sitze sind super bequem für den Allerwertesten und ermöglichen ein leichtes Ein- und Aussteigen. Die Rückenlehne ist ebenfalls angenehm und ermöglicht einen normalen Seitenhalt für – nach meiner Einschätzung – komfortables Fahren.

Die Sportsitze betonen mehr die Symbiose von Fahrer und Fahrzeug. Sie haben höhere Seitenwangen auf dem Sitz und deutlichere Seitenwagen an der Lehne. Die Erhöhungen auf dem Sitz sorgen für meinen Geschmack allerdings dafür, dass das Ein- und Aussteigen etwas unschöner wird – ja, ich werde alt! Die Wangen müssen recht fest sein, sonst würden sie ihren Zweck nicht erfüllen und das macht es für mich beim Einsteigen nicht so bequem wie die Komfort Sitze. Die Seitenwangen der Rückenlehne hingegen sind eine sehr angenehme Stabilisierung und machten auf mich den Eindruck, dass ich den Wagen auch mit 5G in die Kurve fahren könnte, ohne aus dem Sitz gedrängt zu werden. Beide Wangen können individuell an breitere oder schmalere Hüften und Rücken angepasst werden. Hier zeigte sich allerdings für mich ein Manko dieser Sitze, denn auch in der breitesten Einstellung hatte ich das Gefühl, eingeengt zu sein. Und ich bin nicht 1,70m groß und wiege auch keine 120 Kilogramm. Ich würde meine Statur als normal angeben (1,78m und 87 Kilogramm) und das gab mir etwas zu denken. In den Sport Sitzen hatte ich persönlich nicht das Gefühl, an einem Stück 500 oder mehr Kilometer fahren zu wollen. In den Komfort Sitzen hingegen schon. Das war für mich der ausschlaggebende Punkt, die Komfort Sitze zu wählen. In einem anderen Auto mit einem anderen Einsatzzweck sind die Sport Sitze sicherlich die bessere oder gleich gute Wahl. Auch hier werde ich nach den ersten längeren Touren berichten.