Warum ein SUV?

Warum eigentlich ein SUV und keine Limousine? Wer die Beiträge verfolgt hat, der hat vielleicht bereits den Artikel zu meinem Streckenprofil als KUTTANG-Fahrer gelesen. Hier hatte ich bereits einen Grundstein gelegt.

Über was sprechen wir eigentlich?

Die Wahl des Fahrzeugtyps – Sportwagen, Limousine, Van, SUV, Geländewagen – ist, wie viele andere Wahlmöglichkeiten, eine mit mehreren verschachtelten Facetten. Was für ein Typ Mensch ich bin? Welche Strecken fahre ich? Bin ich ein rationaler denkender und handelnder Mensch und fahre täglich 10 Kilometer zur Arbeit, bin aber sonst ohne Auto unterwegs, dann werde ich eher einen Kompakt- oder vielleicht sogar einen Kleinwagen nehmen. Wohne ich in der Stadt, nutze für den Arbeitsweg das Fahrrad und somit das Auto nur für Einkäufe oder zum Besuch von Freunden, dann wird die Wahl eventuell ähnlich ausfallen. Jemand der häufig lange Strecken fährt – Vertreter, Sales-Mitarbeiter oder auch einige Berater – mögen vielleicht mehr den Komfort einer Limousine. Nehmen wir einen stylischen Marketing-Manager, der vielleicht noch sehr extrovertiert ist und eine Neigung zu schnellen Autos hat, dann ist der Sportwagen quasi unausweichlich. Insofern ist für jede Kombination von Mensch und persönlichem Hintergrund die Wahl des eigenen Autos auch extrem individuell.

Wie sieht es bei mir aus?

Ich habe in den zurückliegenden Jahren meine Fahrweise deutlich beruhigt. Schnell bin ich nur noch selten unterwegs und dann auch nicht, um neue Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen, sondern vielmehr weil die leere Autobahn eine höhere Reisegeschwindigkeit zulässt. Mittlerweile habe ich auch verschiedenste Fahrzeugtypen gefahren – von Kleinwagen über Sportwagen, Limousinen bis hin zu Geländewagen – und prinzipiell ist mir keiner davon zuwider. Ich habe für mich herausgefunden, dass ich gerne nach oben oder zumindest auf gleicher Ebene einsteige. Nicht nur, weil ich älter werde, sondern auch weil ich es super komfortabel finde. Bei meinen Besuchen in verschiedenen Porsche Zentren habe ich mich unter anderem in einen Panamera gesetzt und in einen 911’er sowie einen Cayman „gelegt“. Das Gefühl, so nah an der Straße zu sein ist sicherlich bei sportlicher Fahrweise ein Hochgenuss, doch bei 600 Kilometer Wegstrecke wird mir das irgendwann zu ungemütlich. Ja, sogar der Panamera war mir da schon zu niedrig und mit den angedeuteten Schalensitzen zu unbequem. Bei Porsche blieben mir somit nur noch Macan und Cayenne.

Natürlich finde ich auch andere Marken angenehm, wie beispielsweise Audi, doch hätte ich für meine Wunschkonfiguration im Q3 noch mindestens ein weiteres Jahr warten müssen. Audi packt hier alle technischen Neuerungen zunächst in den A3 und dann in den Q5 bevor es in den Q3 kommt. So wäre beispielsweise ein dynamischer Tempomat – der Abstandsregeltempostat bei Porsche – noch nicht möglich gewesen. Im Q5 schon, doch der Wagen gefällt mir von der Formgebung nicht mehr so gut. Leider wird diese Formgebung mit dem Q7 eher schlechter als besser, so dass auch der leider ausfiel.

Da ich kein großer BMW Fan bin, habe ich die Marke bei meiner Suche aussen vor gelassen. Das ist keine Disqualifizierung der Marke generell, es muss jeder selber wissen, welches Auto er oder sie schön findet und welche Innenausstattung gewünscht wird. Naja und wenn ich schonmal meinen Traumwagen konfigurieren kann, dann nehme ich lieber Porsche 🙂 Somit war ich wieder zurück bei Macan und Cayenne und hier schliesst sich der Kreis zu meinen vorherigen Artikeln. Im Cayenne kann ich all meine Strecken bequem und mit viel Komfort fahren und fühle mich rundum wohl.

Eine untypische Betrachtung der Marke

Dies ist ein untypischer Blog und daher kommt hier eine untypische Betrachtung der Marke Porsche an sich aus meinen Augen.

Weg von der Technik

Die Marke Porsche hat mich schon lange fasziniert. Ich hatte nie ein tiefergehendes technisches Interesse, sondern die Ästhetik, der Sound und die Sportlichkeit waren herausstechend für mich. Allerdings bin ich bei der Produktpalette – wie sehr wahrscheinlich für viele andere auch – teilweise sehr gespalten. Ich mochte und mag nach wie vor das Design des 911’er und wie es sich über die Jahre verändert hat. Es ist einfach schön anzuschauen und macht etwas her. Die typischen runden Lampen vorne, die beiden hochgezogenen Kotflügel, die bullig wirkenden Türen und das kurze Heck. Ein Traum.

Auf der anderen Seite bin ich kein Freund vom Targa-Bügel, ebenso wenig wie von den Giganto-Heckspoilern der GT3 oder GTR Modelle. Diese künstlich wirkenden Objekte haben mein Bild des Wagens gestört und ihn in die Richtung Rennwagen gezerrt, was der Wagen zwar sicherlich auch kann, doch für mich nicht war. Er war und ist für mich ein Sportwagen für die Straße.

Doch die goldene Palme des schlechten Designs geht aus meiner Sicht an die 944’er Reihe. Langgezogene Schnauze, die mich irgendwie an die amerikanischen Muscle Cars wie Corvette erinnern. Eckige Lampen, die elektrisch aufgestellt wurden – wie 1970 ist das denn? Und als Abschluss eine Heckpartie, die nach einer langen Scheibe einfach – plumps – aufhört.

Neues Terrain – Cayenne

Dann kam der Cayenne als erster SUV in die Modellpalette und er kam, soweit ich mich erinnern kann, in einem Atemzug mit dem Tuareg von VW auf den Markt. Der Tuareg hatte die coolere Werbung – das Ehepaar, die mit ihren Tuaregs durch den Matsch fahren und sich dann treffen, um die Kinder abzuholen oder irgendwas – doch ich dachte schon damals: „Ja, nett! Aber ich nehm lieber den Porsche!“ Ich traue VW – und damals waren die beiden Marken noch nicht ein Konzern – viel zu im Bereich Nutzfahrzeuge, Golfs und Passats. Aber bei Kraft … purer Kraft hat Porsche die Nase vorn. Und obwohl beide quasi Neulinge im Offroad-Bereich waren, hätte ich immer auf Porsche gesetzt. Das Design der ersten Serie war sehr rau in meinen Augen und sah von vorne ein wenig wie ein aufgebockter 911’er aus. Dazu ein sehr hohes Heck, was gefühlt einer Schrankwand glich. Und es schien nichts zu geben, was dieses Fahrzeug aufhalten könnte. Nicht umsonst ist dieser Wagen der meistverkaufte Porsche.

Nun sind einige Überarbeitungen über den Wagen gekommen und das Design hat sich in meinen Augen extrem zum Vorteil des Fahrzeugs entwickelt. Die Front sieht immer noch aus wie ein 911’er, aber die Heckpartie hat etwas eigenes gewonnen und passt deutlich besser als das hohe Heck früherer Versionen. Auch von der Seite sieht die Silhouette deutlich sportlicher und nicht mehr so kastenförmig aus (vor allem die Heckpartie). Mir gefällt vor allem die optische Täuschung des Fahrzeugs, auf die ich in einem früheren Beitrag eingegangen bin.

Von Limousinen und Mini SUVs

Hinzugekommen ist auch der Panamera, zu dem ich am Anfang wirklich keine Meinung finden konnte. Zwischenzeitlich habe ich mir eine Meinung gebildet und obgleich der Wagen an sich gut aussieht und auch seine Vorzüge als Limousine hat, gefallen mir Cayenne und 911’er besser. Der Panamera ist mir persönlich zu lang und mittlerweile zu tief – wenn man sich einmal an einen SUV gewöhnt hat … Spannende finde ich, dass ich persönlich in dem Wagen sitzend nicht weiß, ob ich in einem Sportwagen oder in einer Limousine sitze. Mittlerweile sieht man den Panamera auch recht häufig – zumindest im Frankfurter Raum – und ich habe mich ein wenig an ihn gewöhnt. Ich muss aber auch sagen, dass mir die Kontur der Motorhaube beispielsweise nicht gefällt.

Bleibt noch der Macan, den ich ebenfalls in einem früheren Beitrag beleuchtet habe und den ich als Mini SUV als Alternative zum Cayenne ansehe, wenn man die entsprechenden Anforderungen an ein Auto hat.

Alles in allem für mich meine Lieblings-Sportwagenmarke, auch wenn mittlerweile drei andere Wagentypen (SUV, Limousine, Mini SUV) hinzugekommen sind. Ich bin gespannt, wie sich das Design weiter verändern und entwickeln wird.

 

Geistige Vorbereitung

Ungeduldige Menschen machen viel, um Wartezeiten zu überbrücken. Positiv formuliert bereiten sich diese Menschen in der Zeit sehr ausgiebig vor. So auchbei mir und daher ist der heutige Beitrag eine Hommage an die unzähligen Möglichkeiten der Vorbereitung.

Übersicht verschaffen

In unserem Zeitalter gibt es eigentlich nichts, was man nicht im Internet findet und zugegeben, die meisten Informationen für mich waren und sind dort oder im verwandten Terrain der Apps. Als iPhone Benutzer war meine erste Station im AppStore und dort bin ich direkt fündig geworden: Die Porsche App „Gut zu wissen“. Mit dieser App konnte ich nicht nur meine erste Neugier mit Hilfe von Videos stillen, sondern hatte auch fast die komplette Bedienungsanleitung in meinen Händen. Die Videos sind für mich als eher visuellen Menschen klasse, weil ich dann einfacher Zugang zu dem Inhalt finde. Die Bedienungsanleitung half, meinen Wissensdurst nach Antworten auf meine Fragen zu stillen … zumindest teilweise. Wie sieht der Startmechanismus beim Entry&Drive aus? Ich hatte bis dato in keinem Autohaus den „Blindschlüssel“ gesehen. Wie ist die Sprachbedienung umgesetzt? Auch hier hatte keines der Vorführfahrzeuge die Sprachbedienung in der Konfiguration. Wo und wie wird was eingestellt?

Doch die Dauer der Videos ist begrenzt und somit können natürlich nicht alle Features erläutert werden. Teilweise ist leider auch die Bedienungsanleitung keine Hilfe, beispielsweise wenn es um die Ladeinfrastruktur geht. Also auf ins Internet!

PFF und Youtube, meine Freunde und Helfer

Dort fand ich nach sehr kurzer Suche das nach eigenen Angaben größte unabhängige Porsche Forum in Europa: www.pff.de. Hier kann man mit Gleichgesinnten ins Gespräch kommen, zumindest wenn es genügend Gleichgesinnte gibt und die auch noch online sind. Hier war die erste kleinere Hürde, denn die Anzahl der Hybridbesitzer ist eher klein. Das liegt zum einen daran, dass Porsche erst seit der jetzigen Modellreihe mit Auslieferungen Ende 2014 einen „echten“ Hybriden im Angebot hat – der also auch rein elektrisch fahren kann. Zum anderen liegt es daran, dass die Hybridtechnik überhaupt erst im Vorgänger des neuen Modells zum ersten Mal eingeführt wurde und daher die Anzahl der Besitzer insgesamt noch überschaubar ist. Doch – und das war die positive Überraschung – ich fand eine kleine Zahl Hybridbesitzer in diesem Forum und einer von Ihnen hatte einen Thread zum Thema „die ersten 1.000 Kilometer“ eingestellt. Hier konnte ich mich mit hauptsächlich zwei Protagonisten austauschen und die verbleibenden Fragen klären. Insgesamt eine sehr freundliche und nette Atmosphäre geprägt von Hilfsbereitschaft und Freude am Auto / an der Marke.

Weitere Videos und Reviews fand ich beispielsweise bei meinem wöchentlichen Check auf Youtube, wobei wirklich spannend ist, wie viele Aufnahmen dort in unterschiedlichen Videos immer wieder auftauchen. Allerdings gibt es dort auch sehr gute Reviews oder zumindest gute Ansätze. Erwähnenswert fand ich einen holländisches Beitrag mit einem Vergleich zwischen einem Tesla und einem Cayenne S e-Hybrid – ein ungewöhnlicher Vergleich, der an einigen Stellen wirklich hinkt und für mich ein Stück zu weit suggeriert, dass der Cayenne ein vollwertiger Ersatz zu einem Elektroauto ist. Das kann aber auch nur meine Wahrnehmung gewesen sein. Dafür ist die Unterhaltung umso schöner, als der Cayenne-Fahrer auf die etwas trägere Beschleunigung des Cayenne zu sprechen kommt und die 416 PS als Schettland Ponys bezeichnet – Danke dafür! 🙂

Einen wirklich guten Ansatz eines Reviews fand ich von dem Kollegen von NewGadget.de, in dem der Wagen einer ca. 300 km Testfahrt aus einem Mix verschiedener Strecken (Autobahn, Landstrasse, Stadtverkehr) unterzogen wurde. Ach ja: die Farbe der Bremssättel und der Schrift unter dem Silber heißt übrigens Acidgreen – nicht yellow. Ich hätte mir etwas mehr zum Thema Innenraum und PCM Merkmale erhofft, auch die Daten zum Verbrauch waren sehr pauschal und damit schwer einschätzbar. Daneben gibt es eine sehr überschaubare Menge weiterer sinnvoller Videos aus Griechenland und Italien, die auch schöne Aufnahmen enthalten – über die Daten kann ich nichts gescheites sagen, da ich weder griechisch, noch italienisch verstehe.

Porsche direkt

Daneben und ausser Konkurrenz sei die Website von Porsche direkt erwähnt, die eine ganze Menge Informationen rund um das Fahrzeug und ausgewählte Details bietet. Schön finde ich nach wie vor das Webspecial zum Thema e-Mobility, in dem die unterschiedlichen Fahrmodi erläutert werden und bebildert sind – auch hier wieder für mich als visuellen Menschen ein einfacher Zugang zu den Informationen.