Ausstattung – Teil 2 – Panorama Dach, Assistenten

Was wäre – auf der grünen Wiese planend – neben dem Abstandsregeltempostat noch in der Wunschausstattung?

Natürliche Luft von oben – das Panorama Dach

Ursprünglich war es nur die Idee meiner Frau, denn ich mag es an heißen Sonnentagen nicht, auch noch im Wageninneren die Sonne von oben zu spüren. Bei einigen der mir bekannten Automarken gibt es teilweise bei den Schiebedachsystemen noch eine Art Blende, die dann das Schiebedach verschließt und zumindest von innen wie den restlichen Dachhimmel aussehen läßt. Ich weiß nicht, ob man das darüberliegende Schiebedach dann noch öffnen kann, doch in dieser Art scheint mir das Schiebedach so wenig sinnvoll zu sein und dann verzichte ich lieber darauf.

Innenraum mit Panorama Dach mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Innenraum mit Panorama Dach mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Doch ein kleiner Clou namens Sonnenrollo dunkelt das Panorama-Dachsystem im Porsche ab und ermöglicht weiterhin den Blick hindurch. Dieses kleine Detail – verbunden mit der schieren Größe des Glasdaches – hat mich dann auch überzeugt, dieses Feature einbauen zu lassen. Ich kann somit die Sonne aussperren, wenn sie mir zu warm wird und genieße trotzdem ein offenes Dach bei Bedarf. Wir haben derzeit einen Jeep und der hat ein so riesiges Dach, dass es wirklich schade ist, dass die Vorbesitzerin kein Schiebe- oder Panoramadach hat einbauen lassen.

Kleiner Helfer im Spiegel – Spurwechsel-Assistent

Dieses weitere elektronische Helferlein hat mich durch die zumindest für mich neue Umsetzung bei Porsche begeistert. Ich habe es bereits im Mercedes und in einem anderen Auto gesehen (kann mich nicht mehr an die Marke erinnern), dass im Außenspiegel an der unteren äußeren Ecke ein kleines Warndreieck aufleuchtet, wenn ein Fahrzeug oder Radfahrer im toten Winkel fährt. Als ich selber gefahren bin, habe ich allerdings bemerkt, dass ich dieses kleine Warndreieck nicht wahrnehme. Insofern war es ein Feature, was mir helfen könnte, doch nicht in dieser Form. Porsche hat hier ein – aus meiner Sicht – besseres Konzept, in dem auf der Innenseite des Außenspiegels – also zur Fahrgastzelle hin – eine LED Leiste angebracht ist. Wenn ein Fahrzeug oder Objekt im toten Winkel ist, fängt die Leiste an zu leuchten – soweit noch keine Veränderung zum Warndreieck, außer der Position der Leuchte. Sollte ich jetzt noch den Blinker zum Überholvorgang setzen, fängt die Leiste an zu blinken und wird heller. Da ich bei Überholvorgängen meist den Blinker nutze und auch nochmal in Richtung spiegele schaue – Schulterblick – nehme ich diesen Hinweis besser war. Insofern eine gute Unterstützung und in die Konfiguration aufgenommen.

mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de
Spurwechselassistent – mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de

Tempolimitanzeige – mal etwas Nützliches

Wer kennt das nicht, man fährt auf der Autobahn und alle anderen scheinen sich irgendwie an eine Geschwindigkeit anzunähern. War da eben ein Schild mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung oder wurde das schon wieder aufgehoben. Das Navigationssystem im Audi – und bestimmt auch bei anderen, aber eben nicht bei allen – hat zumindest die gemäß Kartenlage bekannte Geschwindigkeitsbegrenzung parat, sofern es eine gibt. Das ist schon eine gute Hilfe, doch habe ich der Angabe immer nur zu 50-70% vertraut. Anders die Tempolimitanzeige von Porsche, die kamerabasiert die Schilder aufnimmt und bei Bedarf anzeigt, so kann ich jederzeit nachschauen und bin zumindest gefühlt 90% sicher. Dabei bin ich mir selbstverständlich der Einschränkungen bei Regen, Nebel oder sonstigen unschönen Wetterlagen bewusst. Allerdings bin ich bei solchen Wetterlagen auch entsprechend vorsichtiger unterwegs.

Ich werde berichten, inwieweit sich die Ausstattungen in der Praxis bewähren.

Ausstattung – Teil 1 – Assistenten

Wenn man auf der grünen Wiese beginnen darf und für einen Moment jeden Gedanken an die Kosten beiseite schiebt, was konfiguriert man sich dann in sein neues Auto?

Eine Frage der Persönlichkeit

Ich bin nicht der Typ für eine besondere Art von Leder im Auto, ich bin eher ein Fan von Alcantara bzw. jeder Art von Nubuk Leder bei dem die Gegenstände auf dem Sitz nicht bei jeder abrupten Bremsung oder Beschleunigung von den Sitzen rutschen. Insofern war diese Frage recht schnell geklärt.

mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de
Das nennt sich Cockpit! Mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG; Quelle: www.porsche.de

Zudem bin ich ein sehr technik-afiner Mensch, was bedeutet, dass ruhig viele Knöpfe und technische Gadgets im Auto sein dürfen. Entsprechend sind für mich solche Dinge wie Tempomat, automatisches Licht, automatische Scheibenwischer das Minimum. Doch was tun, wenn solche Dinge schon in der Basisausstattung enthalten sind? Gott sei Dank gibt es Erfindungen wie Abstandsregeltempostaten, Spurwechselassistenten, Tempolimitanzeiger und ihresgleichen. Nur mit einem Assistenten konnte ich mich nicht anfreunden und habe ihn aus der Konfiguration gestrichen: Der Spurverlassenwarner! Ich fahre seit über 20 Jahren Auto und Motorrad, ich bin noch nie eingeschlafen am Steuer und ich bin seltenst durch Mobiltelefone oder anderes vom Fahren abgelenkt, kurzum: ich verlasse meine Spur zum Überholen oder zum Abfahren. Bei diesen beiden Manövern kann es aber durchaus vorkommen, dass ich einmal nicht blinke – wenn niemand da ist, interessiert es auch niemanden, wenn ich abfahre. Wenn ich nun aber nicht blinke, möchte ich nicht von meinem Auto daran erinnert werden, dass ich jetzt die Spur verlasse und schon gar nicht möchte ich ein Lenksignal, um in der Spur zu bleiben, die ich gerade zu verlassen gedenke.

Ein Muss – der Abstandsregeltempostat

Abstandsregeltempostat Regler mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Abstandsregeltempostat Regler mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Kommen wir einmal zu einem für mich wichtigen Merkmal: Der Abstandsregeltempostat! Ich fahre seit knapp 3 Jahren Autos mit Tempomat und bin ein riesiger Fan geworden. Es gibt nichts Angenehmeres für mich, als die Geschwindigkeit einzustellen und mich vollends auf das Fahren an sich bzw. die anderen Verkehrsteilnehmer und deren teilweise obskure Fahrmanöver zu konzentrieren oder – wenn es die Umstände zulassen – die Umgebung anzuschauen. Vor allem in Baustellen oder in Abschnitten mit Tempolimit ist der Tempomat fast konstant eingeschaltet und mein absolutes Highlight. Ich kann die korrekten Geschwindigkeit plus Toleranz einstellen und habe quasi die Garantie, dass ich nicht geblitzt werde! Die Tatsache, dass ich mich um das Halten der Geschwindigkeit nicht mehr kümmern brauche und damit Konzentration für andere Dinge frei habe, verleiht mir ein gefühltes Plus an Sicherheit. Einziges Manko: ich gehöre mit meiner Tempomat-Fahrstil anscheinend immernoch zu einer Minderheit. Das merke ich immer an einem Phänomen: andere Autos fahren selten eine gleichbleibende Geschwindigkeit. Setze ich zum Überholen an, werden sie gefühlt grundsätzlich wieder schneller. Ein Blick auf den Fahrer / die Fahrerin offenbart meist das Handy am Ohr, das Schreiben oder Lesen einer Nachricht auf dem Smartphone oder andere Ablenkungen.

Abstandsanzeige mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Abstandsanzeige mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Die Aussicht, dass der Tempomat auf vorausfahrende Autos und deren Geschwindigkeit eingehen kann und das er auch noch automatisch auf meine gewählte Geschwindigkeit wieder beschleunigt, wenn das vorausfahrende Fahrzeug weg ist, ist für mich die Erfüllung. Vorbei die Zeit, in der ich in einer Kolonnenfahrt konstant am Tempomat manuell die Geschwindigkeit justiere. Ein wahrer Lichtblick für mich und ein Feature, was mein Autofahrerlebnis definitiv noch mehr entspannt und verbessert.