Einstellungssache – Teil 2 – Aussendarstellung

Im zweiten Teil der Einstellungsserie dreht sich alles um Features, die aussen am Fahrzeug wirken. Spannend wie viele Anpassungen man hier machen kann.

Spieglein, Spieglein an der Tür

Viele Mittelklassewagen haben es als Standard und auch Kleinwagen bieten teilweise den Komfort, den Beifahrer-Aussenspiegel beim Rückwärtsfahren automatisch leicht nach unten zu neigen. Hierdurch sieht der Fahrer besser die Bordsteinkante und auch wenn das bei einigen Fahrern und Fahrerinnen Perlen vor die Säue ist, finde ich dieses Feature extrem angenehm. Zum einen, weil ich es derzeit nicht habe und mich über zusätzliche Features freue und zum anderen, weil ich es wirklich sinnvoll finde. Ich parke meist rückwärts ein und dabei auch recht häufig in Parklücken am Strassenrand. Teilweise sind die Parkmöglichkeiten sehr schmal, so dass ich lieber soweit wie möglich an der Bordsteinkante zum Fussgängerweg parke. Warum? Nun, sagen wir, ich mag meinen Fahrer-Aussenspiegel und ich möchte ihn noch lange behalten. Wer in Frankfurt an einer vielbefahrenen Strasse ungenau parkt, findet recht schnell raus, was so ein Aussenspiegel und dessen Installation kostet. Um dies zu vermeiden, hilft mir der automatisch absenkende Aussenspiegel beim punktgenauen Einparken.

Im Cayenne gibt es hierzu zwei Aktivier-Optionen. Entweder ich aktiviere das Feature im PCM über das Menü

  • CAR
    • OPTION
      • Set Car
        • Fahrzeugfunktion
          • Licht & Sicht
            • Rückfahroption
              • Spiegel absenken“

oder ich drücke nach jedem Einlegen des Rückwärtsgangs die Taste für den Beifahrer-Aussenspiegel in meiner Fahrertür. Hier muss jeder selber wissen, welche Einstellung sinnvoller ist.

Was kostet eigentlich so ein Aussenspiegel

Ein weiteres Merkmal zur Reduktion des Risikos für die Spiegel ist das automatische Anklappen der Aussenspiegel. Ebenfalls etwas, dass ich vorher in keinem Wagen hatte. Auch diese Funktion kann über das PCM aktiviert werden, über

  • CAR
    • OPTION
      • Set Car
        • Fahrzeugfunktion
          • Verriegelung
            • Spiegel anklappen

Sehen, aber nicht geblendet werden

Ein Feature, was ich bisher in keinem Auto hatte und über das ich mich wirklich freue, sind die automatisch abblendenden Aussenspiegel. Für den inneren Spiegel ist das ja mittlerweile auch recht häufig verbaut, doch aussen hatte ich es noch nicht. Ich fahre recht viel und auch viel abends bzw. im Dunkeln. Der Rückspiegel erspart mir schon einen Großteil der Blenderei, doch einige Verkehrsteilnehmer haben ihre Scheinwerfer für die Such nach tieffliegenden Fledermäusen eingestellt und nicht um die Strasse zu sehen. Jetzt brauche ich mich darüber nicht mehr zu ärgern und auf meinem Sitze hin und her zu rutschen, um eine Sitzposition ohne Blenden zu finden. Tiefenentspannt zeige ich diesen Wagen nun geistig den Mittelfinger … Wuzaaah.

Geheim – Verschlusssache

Ich habe eine Einstellung bei mehreren Fahrzeugen bereits gesehen und erlebt, doch kann ich dem keinen Nutzen abringen. Beim Entriegeln des Fahrzeugs über die Fernbedienung kann entweder nur die Fahrertür oder alle Türen entriegelt werden. Ich habe nicht die Situation, dass ich sicherheitshalber nur die Fahrertür aufmachen möchte, um das Einsteigen zwielichtiger Personen zu vermeiden. Daher stelle ich den Wagen immer auf „Alle Türen öffnen“ und das wars.

Ein Sicherheitsbedürfnis ist allerdings aus den Überfällen in den 90iger Jahren in den USA auf Touristen bei mir hängengeblieben: Die Einstellung, dass bei Fahrtbeginn die Türen automatisch verschlossen werden. Ich bin mir sicher, dass ich es in Deutschland auf meinen Strecken nicht benötige und doch ist und bleibt es aktiviert …

Zum Thema verschließen des Fahrzeugs, gibt es allerdings eine Einstelloption, die ich begrüße – obgleich ich noch nicht weiß, in welche Richtung ich sie einstellen werde. Die Wiederverriegelung – also das automatische Verschließen des Fahrzeugs, wenn nach Betätigen der Entriegelung innerhalb einer gewissen Zeitspanne das Fahrzeug nicht geöffnet wird. Bei meinen vorherigen Autos war das immer automatisch aktiviert und ging auch nicht zu deaktivieren, doch ich finde es schön, dass ich jetzt zumindest die Option habe, diese Funktion auszuschalten. Nach dem ersten Mal aussperren weiß ich auch, wie ich die Einstellung schalten werde.

Laden & Lüften

Porsche erlaubt die zeitgesteuerte Ladung des Cayenne, so dass der abends abgestellte Wagen nicht direkt geladen wird und dann wieder anfängt sich bis zum Morgengrauen zu entladen. Der Timer kann auf verschiedene Tage – auch wiederholend – programmiert werden und lädt den Wagen punktgenau zur Abfahrtszeit auf. Vorausgesetzt, die Sicherung fliegt nicht raus oder andere unvorhergesehene Dinge passieren.

Passend und stimmig im Gesamtbild ist die Kombination der Standklimatisierung mit dem Lade-Timer, so dass der Wagen zur Abfahrtszeit aufgeladen und vorgewärmt bzw. heruntergekühlt ist. Gerade für mich ein geniales Feature zur Erleichterung der morgendlichen Fahrt zur Arbeit in der Winter- oder Sommerzeit.

Ausstattung – Teil 6 – Klimatisierung

Im heutigen sechsten Teil dreht sich alles um Temperatur. Die gewünschte Innenraumtemperatur steht meist antizyklich zur Aussentemperatur. Im heißen Sommer möchten die Insassen ein kühles Auto, im kalten Winter sollte es mollig warm sein. Unterstützung bei diesem Unterfangen bieten drei Helfer.

Vorglühen im Stand

Ich war nie ein Freund von Standheizungen, weil ich nie deren Vorteil verstanden hatte. Als Jugendlicher fährt man im Sommer halt mit kurzer Hose, kurzem Hemd oder Shirt und macht die ersten Kilometer die Scheiben runter! Je älter ich wurde und je mehr die Kleiderordnung in Richtung Anzug ging, desto mehr ärgerte mich das kalte Auto im Winter und das heiße Auto im Sommer. Abhilfe schafft hier nur eine Standheizung, die im Porsche Standklimatisierung heißt. Der andere Name ist nicht ein Marketing Trick, sondern sagt, dass es sich hierbei nicht um eine vom Motor bzw. von Benzin angetriebene Standheizung handelt, sondern um eine elektrisch betriebene Standklimatisierung. Die Achillesferse an beiden ist, dass die Batterie bzw. das Benzin für Fahrt UND Standheizung genutzt werden. Die Benzinvariante wird ihren Dienst quittieren, wenn ein bestimmtes Benzin Niveau unterschritten wird und die elektrische Variante wird ebenfalls aufhören, wenn die Batterieladung zur Neige geht.

Für mich scheint allerdings die Benzinvariante sicherer, denn der Tankinhalt ist im Vergleich größer als die Batteriekapazität. Will meinen: die Batterie hält maximal 36 km und es scheint mir wahrscheinlicher, dass ich sie auf einer Fahrt leerfahre, so dass nach einer längeren Pause für Shopping oder Essen – ohne den Wagen an einer Stromtankstelle aufgetankt zu haben – keine Energie mehr für die Vorklimatisierung für die Weiterfahrt vorhanden ist. Hier ist ein Vorausdenken gefordert, was erst langsam zur Gewohnheit werden muss.

Da ich die Standklimatisierung allerdings hauptsächlich für den Reisestart benötige, der Wagen zu diesem Zeitpunkt an der Stromtankstelle steht und die zeitgesteuerte Ladung mit der Klimatisierung verknüpft ist, habe ich dieses Feature auf jeden Fall in die Konfiguration aufgenommen.

Fahren mit Handschuhen

Es ist Winter und der Wagen stand über Nacht – wie immer – draußen in der Kälte. Der Wagen ist also alles andere als mollig warm und die Fahrt zur Arbeit steht an. Die Hände sind kalt und zum Dank darf man das kalte Lenkrad umfassen. Wer kennt das nicht? Hierfür gibt es im Cayenne optional eine Lenkradheizung, mit der die kalten Hände aufgewärmt werden können.

Realitäts-Check: Brauche ich das? Wie häufig war das Lenkrad so kalt, dass ich es nicht anfassen konnte, weil mir sonst die Hände abgefroren wären? In meiner Erinnerung war das recht selten bis gar nicht der Fall. Ok. Wie häufig war das Lenkrad im Sommer so verdammt heiß, dass ich es nicht anfassen konnte, weil ich mir die Hände verbrüht hätte? Deutlich häufiger! Hilft da eine Lenkradheizung? Nein! Also dann wohl eher nicht. Als ich dann noch etwas länger darüber nachgedacht habe – und das habe ich bei fast allen Ausstattungsoptionen – fiel mir ein weiteres Detail ein. Das Lenkrad ist nur zu Fahrtantritt zu kalt, später während der Fahrt ist alles gut. Ich fahre aber meist von zu Hause aus los und dort steht der Wagen ja über Nacht an der Stromtankstelle – wie oben beschrieben – und wird vorklimatisiert. Ergo ist der Innenraum im Winter angenehm warm und das Lenkrad dementsprechend auch nicht mehr so kalt. Hier denke ich, dass ich mit der Standklimatisierung besser aufgehoben bin. Entsprechend ist die Lenkradheizung nicht in die Konfiguration eingeflossen. Ich werde berichten, ob ich dieses Feature vermisse bzw. inwieweit die Standklimatisierung nicht die Erwartungen erfüllt, das Lenkrad aufzuheizen.

Ist der Popo erstmal warm, ist der Rest nicht mehr so wichtig

Bleiben wir für einen Moment im Winter. Generell hatte ich gesagt, dass ich den Wagen zu Hause vorklimatisieren lasse, doch was ist mit den Fällen, in denen das nicht geht, in denen ich nicht von zu Hause aus starte und keinen Strom mehr habe? Für diesen Fall gibt es – Gott sei Dank – immer noch die gute alte Sitzheizung. Ich habe festgestellt, dass es für mich in einem kalten Auto wichtig ist, dass mein Hintern und mein Rücken warm sind. Der Rest wird kurze Zeit später durch die Heizung schon warm werden bzw. die Wärme von hinten reicht für eine bessere Durchblutung, mit der warmes Blut auch in die entfernteren Gliedmaßen kommt.

Sitzheizung und Lüftungseinstellungen mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de
Sitzheizung und Lüftungseinstellungen mit freundlicher Genehmigung der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG unter www.porsche.de

Im Falle der Sitzheizung habe ich mich allerdings auf die vorderen Sitze beschränkt, da sich die hinteren Mitfahrer zum einen gegenseitig wärmen oder alternativ bibbern können, ohne dabei die restliche Reisegruppe zu gefährden – das sähe beim Fahrer anders aus …