Neues Denken – Strom

Der Kauf eines Hybrid hat bei mir dazu geführt, dass ich mich wieder neu mit dem Autofahren auseinandersetzen muss. Neben vorher ungekannten Fragen zu Stromtankstellen, deren Kosten und Standorte kommen auch Überlegungen zur strategischen Fahrstreckenplanung auf, die für mich die Autofahrt schon lange vor der Fahrt beginnen lassen.

Strom tanken

Klar, ein Hybrid fährt mit Benzin und Strom. Und ja, ich kann über die e-Charge-Taste im Cockpit den Wagen während der Fahrt auch aufladen. Doch wie lade ich den Wagen ansonsten auf, damit ich auch elektrisch fahren kann? Eine – und sehr wahrscheinlich die meistgenutzte – Variante ist die eigene heimische Stromtankstelle, deren Installation den Laien allerdings schon vor eine Herausforderung stellen kann. Ein Blick in das e-Mobility Menü im Porsche Konfigurator offenbart fünf verschiedene Steckerarten beim Anschluss an das heimische Stromnetz. Vom Schuko über die verschiedenen Industriesteckdosen in 1- und 3-phasiger Ausführung durfte ich mich informieren. Hier wäre ein bisschen mehr Information hilfreich gewesen. In diesem Fall einen ganz herzlichen Dank an Oli aus dem Porsche Forum, der mit einer unglaublichen Geduld und Freundlichkeit meine tausend Fragen zu diesem Thema beantwortet hat. Letztlich sollte die Installation von einem Elektriker vorgenommen werden und hängt sehr stark von den örtlichen Begebenheiten ab. Wir werden nach derzeitiger Planung eine Leitung aus dem Technikraum in die Nähe unseres Stellplatzes legen lassen und dort, im Schutze des Balkons, die Wandhalterung von Porsche installieren.

Anschluss an das eigene Netz

Hierbei haben wir die Wahl zwischen den fünf Anschlussoptionen

  • Schuko-Stecker – also die normale Haushaltssteckdose
  • Industriesteckdose blau oder rot – mit 230 V respektive 400 V in den Varianten 16 oder 32 Ampere

Ich werde mehr berichten, sobald die Wandhalterung angekommen und der Elektriker den Anschluss gelegt hat.

Ausserdem werde ich natürlich ausgiebig über die Erfahrungen mit der Ladedauer berichten. Ein Hinweis: ich habe mich nachträglich für den 7,2 kW Onboard-Lader – also den stärkeren Lader – entschieden.

Öffentliche Stromtankstellen

Damit wäre der Anschluss zu Hause geklärt, doch was ist unterwegs? Auch hier durfte ich mich informieren und siehe da, es gibt eine ganze Menge Informationen im Netz. Die für mich einfachsten Listen mit Stromtankstellen bieten folgende Seiten

Hier sind neben kostenlosen auch kostenpflichtige Tankstellen aufgeführt. Die Landschaft hierfür ist mannigfaltig und teilweise nach meiner Ansicht nicht einfach zu durchschauen. Auch hier kommt es stark darauf an, in welcher Region man wohnt und fährt. In einigen Regionen werden Ladekarten angeboten, in anderen Regionen nicht. Auch die Preispolitik ist recht undurchsichtig. Ein Beispiel:


Der Anbieter (BEWautostrom – BEW) verlangt 35 ct pro kWh. Zum Laden des Cayenne sind ca. 12-13 kWh nötig, was einen Gesamtpreis von ca. 4,20 Euro (12 kWh) macht. Betrachten wir jetzt die Reichweite von max 30 km und einen Benzinpreis von 1,55 Euro pro Liter so sieht die Gleichung wie folgt aus:

100 km / 30 km Reichweite * 4,2 Euro Strom / 1,55 Euro Benzinkosten = 9 Liter pro 100 km

Die 4,20 Euro Stromkosten entsprächen also einem Benzinverbrauch von ca. 9 Liter pro 100 km. Im Winter – mit reduzierter Reichweite von knapp 18 km – entsprächen die 4,20 Euro Stromkosten einem Benzinverbrauch von 15 Liter pro 100 km.


Daher liegt für mich der Fokus auf den kostenlosen Tankstellen. Die kann man dankenswerterweise auf den Seiten herausfiltern. Die Seite E-Tankstellen hat einen netten Service – eine Liste der Tankstellen, welche in die Navigationsgeräte eingelesen werden kann. Ich werde später berichten, ob und wie das mit dem Porsche Communication Management (PCM) funktioniert.