Fahr-Erfahrungen

Es ist einen Monat still gewesen um meinen Blog. Das lag teilweise an einer höheren berufsbedingten Reisebelastung und teilweise an widersprüchlichen Erfahrungen. Daher muss ich meinen vorherigen Beitrag teilweise korrigieren, allerdings habe ich noch kein Muster gefunden … doch beginnen wir von vorne.

Er lädt, er lädt nicht …

Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass auch im „normalen“ Hybrid-Modus der Akku oberhalb der 20%-Grenze geladen wird. Wann, erschließt sich mir allerdings noch nicht genau. Folgende Beobachtungen habe ich bisher gemacht:

Der Porsche lädt häufig, wenn die Drehzahl bzw. die Effizienzanzeige im oberen Teil des grünen Bereiches ist und der Motor keine übermäßigen Steigungen absolvieren muss. Allerdings habe ich auch schon beobachtet, dass bei genau diesen Gegebenheiten, in der Ebene, der Akku nicht geladen wurde. Ob es mit dem aktuellen Ladeniveau der Batterie zu tun hat, weiß ich nicht. Ich werde wohl Porsche einmal anschreiben, vielleicht kann mir dort jemand ein Muster aufzeigen bzw. die Bedingungen nennen, unter denen der Wagen lädt.

Die zweite Beobachtung war urspünglich, dass bei einer Energieeffizienz oberhalb des grünen Bereiches keine Ladung der Batterie erfolgte. Doch auch hier habe ich mittlerweile Ausnahmen erlebt, bei denen auch an Steigungen und 40% Leistung der Akku geladen wurde.

Verbrauch – ein deutlicher Sprung nach oben

In Punkto Verbrauch ist der Wagen mittlerweile bei knappen 8,3 Liter pro 100 Kilometer angelangt. Diesen Wert verdanke ich einer längeren Tour nach Österreich, auf der naturgemäß der Akku nicht lange den Verbrauch im Zaum halten konnte und auf dessen Rückfahrt ich höhere Geschwindigkeiten gefahren bin. In Zahlen heißt das:

  • die Strecke war insgesamt ca. 1.800 Kilometer,
    • ca. 420 km an Tag 1 in moderater Geschwindigkeit – Geschwindigkeitsbegrenzung + 10 km/h, Höchstgeschwindigkeit 140 km/h
    • ca. 470 km an Tag 2, analog zum ersten Tag
    • ca. 900 km an Tag 3, Geschwindigkeitsbegrenzung + 10 km/h, Höchstgeschwindigkeit 210 km/h, weiter Strecken in Deutschland mit 170-190 km/h

Vor allem während der letztgenannten Fahrt ging der Durchschnittsverbrauch von vorher 7,5 auf 8,3 Liter pro 100 Kilometer hoch. Wir sprechen also von 10% der bis dato Fahrleistung, die den Durchschnittsverbrauch um 10% erhöht hat.

Insgesamt bin ich mit dem Verbrauch allerdings immernoch voll zufrieden.

3.000 Kilometer Einfahren sind vorbei

Dreitausend Kilometer sind gefahren! Endlich ist auch der Benzinmotor knapp 1.600 Kilometer gelaufen und darf jetzt langsam mit höheren Drehzahlen konfrontiert werden.

Und? Wie ist der Verbrauch? Wie viel fährst Du elektrisch?

Ich bin immer noch überrascht, dass ich nach wie vor knapp die Hälfte der gesamten Fahrstrecke elektrisch zurückgelegt habe. Dieses Verhältnis hätte ich bei meinem Fahrprofil (Wir erinnern uns: Kuttang) definitiv nicht erwartet – zumindest nicht auf die gesamte Fahrleistung. Für den Weg zur Arbeit hatte ich ehrlicherweise mit einem höheren Anteil an elektrischen Kilometern gerechnet, dafür mit deutlich weniger auf den längeren Strecken. Es gleicht sich also in meinem Fall aus.

Was heißt das jetzt für den Verbrauch? Auf meinem Weg zur Arbeit hat sich im Vergleich zum vorherigen Bericht keine wirkliche Veränderung ergeben. Hier liegt der Verbrauch zwischen 5 und 6 l/100 km, wobei ich ziemlich genau 50% der Strecke elektrisch und 50% mit Verbrenner fahre. Der Anteil der elektrischen Kilometer hängt sehr stark von den Gegebenheiten auf der Fahrt ab und variieren daher. Ein Beispiel: Auf meiner Arbeitsstrecke liegen insgesamt fünf Ampeln (auf 25km … ich schätze mich glücklich). Die kritischen beiden Ampeln liegen strategisch eher schlecht für einen schweren Hybridwagen, denn sie liegen am Hang. Hier ist der Unterschied recht hoch, ob die Ampel grün ist und ich mit der Geschwindigkeit von 60 km/h durchfahren kann oder ob ich anhalten und von 0 auf 60 km/h gegen den Berg beschleunigen darf.

Auf den längeren Strecken – alles über 50km aber unter 350km – hängt der Verbrauch sehr stark davon ab, wie häufig der Akku wieder aufgeladen wird. Ich hatte Strecken mit knapp 7,8 l/100km, auf denen ich den Akku nicht aufgeladen habe und üblicherweise liegt der Verbrauch beim Aufladen recht schnell bei 10 l/100km, die dann aber auch ebenso schnell wieder auf solide 9,6l runtergehen. Insgesamt liege ich nach 3.400 Kilometern auf einem Durchschnittsverbrauch von 7,4 Litern.

Die längste Strecke am Stück waren bisher ca. 300 Kilometer, die sich im weiteren Tagesverlauf auf insgesamt knapp 650 Kilometer steigerten. Davon entfiel ein Löwenanteil auf die Autobahn (sicherlich um die 570-600 km), ein kleinerer Teil auf Stadtgebiete (ca. 30-40 km) und sehr wenig Strecken auf Landstraßen. Am Ende dieses Tages hatte ich auf der gesamten Strecke dreimal den Akku aufgeladen und wieder leergefahren und einen Verbrauch von 8,5 Liter.

Was sind weitere Erkenntnisse nach dieser Strecke?

Während der Fahrt habe ich die Beobachtung gemacht, dass gerade für Autobahnfahrten der e-Power-Modus am besten ausgeschaltet bleibt. Hier „zwingt“ die Logik den Wagen in den elektrischen Modus, was gerade bei Geschwindigkeiten um 130 km/h schnell den Akku leer saugt. Das bedeutet letztlich, dass ich zwar einige wenige Kilometer voll elektrisch fahre, dann aber wieder aufladen muss, was im Mittel – zumindest gefühlt – teurer kommt. Diese Entladung scheint einfach nicht sinnvoll, hier ist nach meiner Beobachtung der normale Hybridmodus aus zwei Gründen deutlich besser.

  1. Der Wagen scheint mit dem Stromtank in diesem Modus besser zu haushalten – der Wagen lädt während der Fahrt mit dem Verbrenner scheinbar in unteren Drehzahlen und bei gleichmäßiger, langsamer Fahrt den Akku immer wieder ein Stück auf. Somit bleibt der elektrische Tankstand recht stabil.
  2. Das Hybrid-Management des Wagens scheint den Verbrenner als Range Extender zu nutzen – ich habe es jetzt häufiger gesehen, dass der Wagen im Energiefluss anzeigt, dass der Benzinmotor die Räder antreibt, allerdings dreht der Motor auf niedrigster Drehzahl und scheint mir eher den Akku aufzuladen, während gleichzeitig der Antrieb aus dem elektrischen Motor kommt. Also ein Stückweit der von mir erwähnte RangeExtender-Gedanke für den Benziner. Ob das so ist, weiß ich allerdings nicht.

Ich werde dies weiter beobachten und meine Erfahrungen berichten.

Die ersten 1.000 Kilometer

Heute ist der erste Reality Check nach knapp 1.000 Kilometern Fahrt und die Ergebnisse haben mich positiv überrascht. Ein großer Teil der Verbrauchshoffnungen sind eingetroffen.

Die Hälfte ist rum!

Es begann mit der Heimfahrt von Zuffenhausen über einen Shopping-Stop in der Nähe von Würzburg – S. Oliver Outlet – mit knapp 300 Kilometern. Auf der Strecke habe ich einen kompletten Re-Charge auf der Autobahn durchlaufen lassen und bin durchschnittlich entweder 90 km/h – bedingt durch die Baustellen – bzw. 130 km/h gefahren. Ergebnis 9,6 Liter Durchschnitt.

Zu Hause angekommen konnte am nächsten Tag der Reality Check für den Weg zur Arbeit beginnen, doch zuvor fiel ein kleines Detail positiv auf: Entgegen der Aussage in der Porsche App „Gut zu wissen“ bleibt der Verbrennungsmotor beim Start für die ersten ca. 300 Meter aus. Ich kann also jede Fahrt – auch innerhalb der ersten 1.000 Kilometer – rein elektrisch beginnen.

Die erste Fahrt zur Arbeit konnte noch etwas draufsetzen und brachte eine sehr positive Überraschung. 11 Kilometer Autobahn, 12 Kilometer Landstrasse und 2 Kilometer Stadtverkehr brachten folgendes Ergebnis:

  • 4,7 Liter Durchschnittsverbrauch;
  • alle 14 Kilometer Land und Stadt wurden rein elektrisch gefahren,
  • die Autobahn erwartungsgemäß mit Verbrenner.
  • Bei der Ankunft war die elektrische Reichweite noch bei 22 Restkilometern!

Die Rückfahrt brachte ein Stück weit die Realität in den Traum zurück. Streckenmäßig identisch zur Hinfahrt – in umgekehrter Reihenfolge – allerdings bergauf, daher 6,3 Liter Durchschnittsverbrauch und elektrische Restreichweite bei Ankunft: 3 Kilometer. Macht also einen Durchschnitt für die gesamte Strecke von 5,5 Liter und die Erkenntnis, dass die E-Reichweite – zumindest im Sommer – ausreicht. Rechnerisch kamen knapp 28 Kilometer e-Reichweite heraus, allerdings wie beschrieben hälftig bergab und hälftig bergan.

Zumindest die ersten drei Bürotage blieben die Daten gleich mit einem Tiefenrekord auf dem Hinweg von 4,0 Liter. Kleine Abweichung am Freitag, da ich mittags nochmal in die Stadt musste und somit die elektrischen Kilometer leergefahren habe. Damit war der Heimweg fast komplett dem Verbrennungsmotor vorbehalten – bis auf 5,7 elektrische Kilometer. Ergebnis: 11,3 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. Zum Vergleich kann ich sagen, dass auch der Jeep mit 2,4 Liter Hubraum auf dem gleichen Weg einen Verbrauch von 11,5 bis 12,5 Liter hatte.

Besonderes Ereignis: Fahrt in den Rheingau

Eine weitere sehr positive Überraschung hatten wir bei einer Tour in den schönen Rheingau. Wir sind gestartet im e-Power-Modus und dem Navi habe ich bewusst Autobahnen und Fähren verboten, damit wir eine schöne Überlandstrecke fahren können. Wer die Strecke nicht kennt, kann sich ein munteres, leicht hügeliges Auf und Ab als Strecke vorstellen. Der erste Teil der Strecke ist mehrheitlich bergab, bevor auf der Hälfte nach Wiesbaden dann die Hügel bergan kamen. Anbei das ungefähre Höhenprofil.

Höhenprofil der Fahrt in den Rheingau

Ergebnis: Wir kamen mit der elektrischen Ladung insgesamt knapp über 35 km, bevor der Verbrenner einsetzte – was er bei einer Restreichweite von 2 Kilometern macht. Also knapp an der Werksangabe! Das war eine sehr positive Überraschung und hat mich extrem glücklich gemacht. Die Rücktour war dementsprechend hauptsächlich mit dem Verbrenner und so kamen wir auf den knapp 82 Kilometern auf einen Durchschnittsverbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometer.

1.095 Kilometer sind gefahren

Fakten bei 1.095 Kilometern
Tank: noch über 70 km Restreichweite – bei 130 Restkilometern ging die Warnleuchte auch an
Distanz elektrisch: 540 Kilometer
Distanz Verbrenner: 555 Kilometer
Tankmenge: 71 Liter
Enthalten: Während Verbrennerfahrten insgesamt zweimal den Akku aufgeladen
Stromverbrauch: ca. 150 kW/h
Kosten: (71,5 Liter * 1,54 Euro) + (150 kW/h * 0,2 Euro) = 110 Euro + 30 Euro = 140 Euro
Verbrauch: 140 Euro = (91 Liter Super Plus / 1095 Kilometer) * 100 = 8,3 l/100 Km

PCM bei 1.000 Km

Ich war sehr positiv überrascht, dass ich nur ca. 550 Kilometern mit dem Verbrennungsmotor gefahren bin. Die Überlegung kam recht schnell, dass ich ja den Verbrennungsmotor 1.000 bis 1.400 Kilometer einfahren möchte, und dementsprechend bei gleicher Fahrweise und Strecke also noch mindestens eine bis zwei weitere Tankfüllungen benötige.

Derzeit ist der Verbrauch des Verbrenners recht hoch, was auch mit an der Einfahrphase liegt. Dennoch werde ich das Verhalten beobachten, rechne aber erst ab knapp 20.000 Kilometern mit einer kleinen positiven Veränderung – das war bisher auch bei Audi und dem Jeep der Fall.

Dauertests in diesem Blog

Wie schon in meinem vorherigen Beitrag erwähnt, wird dieser Blog sich nun in Richtung Erfahrungsbericht entwickeln und die Theorie und Erwartungen hinter sich lassen. Jetzt geht es darum, wie sehr das Auto diese Erwartungen erfüllen oder übererfüllen kann.

Medienzuwachs

Ich werde in künftigen Beiträgen bestimmte Details beleuchten und auf deren Vor- und Nachteile im Alltagsgebrauch testen. Hierbei werde ich nach Möglichkeit sowohl den täglichen Arbeitsweg, kurze Trips am Wochenende sowie die Erfahrung aus Urlauben einfließen lassen, um ein möglichst komplettes Bild zu zeichnen. Für diese Beiträge werde ich neben eigenen Fotos teilweise auch Videos erstellen und hier zur Verfügung stellen, so dass Du genau sehen kannst, was ich meine. Diese Videos werde ich auch nutzen, um die wiederkehrenden Themen über die Zeitspanne näher zu beleuchten:

  • Spritverbrauch
  • E-Reichweite
  • e-Tankstellen Erfahrung (Suche, Tankvorgang, etc)
  • Kosten für e-Tanken an der eigenen Zapfsäule

Mindermengen

Spritverbrauch ist bei einem Hybrid-Fahrzeug immer eines der Top-Themen und ich möchte es mit meinen Erfahrungen hier darstellen. Die Automobilhersteller geben bei der Werksangabe zum Verbrauch immer den typischen Disclaimer-Text an: „der tatsächliche Benzinverbrauch kann aufgrund der gefahrenen Strecken und Begebenheiten variieren“ oder ähnlich. Ich werde aufzeigen, auf welchen Strecken, teilweise mit welchem Höhenprofil und welchen Geschwindigkeiten ich welche Verbräuche erzielt habe. Du kannst diese Daten zum Vergleich mit Deinem eigenen Hybrid oder Nicht-Hybrid nehmen oder damit Deine eigene Kauf- oder Nichtkaufentscheidung untermauern, das überlasse ich Dir. Von mir bekommst Du Zahlen aus dem wahren Leben und aus dem normalen Fahrverhalten.

Das schließt Zahlen beim Einfahren in den unterschiedlichen Etappen ein – die ersten 1.000 Kilometer, 3.000 Kilometer. Nach meiner bisherigen Erfahrung gibt es dann nochmal so zwischen 20.000 und 40.000 Kilometern eine weitere spürbare Reduktion und auch die werde ich dokumentieren.

Elektrische Schwankungen

Der elektrische Antrieb unterliegt nach diversen Quellen einer erheblichen Schwankung mit den Jahreszeiten – Winter = wenig Kilometer; Sommer = mehr Kilometer. Ich werde hier darstellen, wie sich diese Schwankungen auf meinen Strecken auswirken, wie hoch sie sind und unter welchen Bedingungen. Hierzu zählt auch die mögliche Diskrepanz zwischen angezeigter und tatsächlicher Reichweite – hier hatte ich während der Probefahrt ein angenehmes Erlebnis, in dem 7 Kilometer e-Reichweite angezeigt wurden und ich 9 Kilometer elektrisch gefahren bin.

Wichtig und auch nirgends zu finden ist auch der Verbrauch des Verbrennermotors im e-Charging Modus. Ich möchte zeigen, um wieviel der Verbrauch ansteigt, auch wenn das kein exakter Wert sein wird, aber hier ist eine Näherung besser als gar keine Vorstellung von der Verbrauchserhöhung.

Tanken mal anders

Ebenfalls für Umsteiger sehr interessant wird das Dauerthema e-Tankstellen sein, denn ich kann mir derzeit noch nicht vorstellen, wie es sein wird, wenn ich künftig an meinen Ankunftsorten nach kostenlosen e-Tankstellen Ausschau halte. Wie gut ist die Infrastruktur ausgebaut, wie einfach ist sie zu bedienen? Aber auch kleine Punkte möchte ich aufzeigen, etwa wie häufig sind in der Praxis die aufgesuchten e-Tankstellen von Verbrennern zugeparkt oder defekt oder sonstwie blockiert. Auch die Frage der Vorbereitung der Reiseroute mit der Suche nach e-Tankstellen lasse ich mit einfließen. Damit hast Du ein deutlicheres Bild dessen, was Dir als Umsteiger gegebenenfalls auch bevorsteht oder worauf Du Dich einstellen solltest.

Solar sei Dank

Die meiste Zeit werde ich zumindest mein Auto zu Hause mit Strom betanken, daher möchte ich Dir auch aufzeigen, wie viel Strom der Wagen im Monat zu sich nimmt und was das für Kosten verursacht. Vielleicht zeigt sich dabei, dass der Stromverbrauch so hoch ist, dass er einem Spritverbrauch von 15 Liter und mehr auf 100 Kilometer entspricht. Wenn Du dann den Strom bezahlen musst und nicht über die eigene Solaranlage gewinnst, dann ist künftig ein Diesel eventuell doch sinnvoller. Die Solaranlage ist zwar bei uns in der Planung, wird aber erst später in diesem oder am Anfang des kommenden Jahres realisiert, daher muss ich im ersten Moment den Strom kaufen. Ich möchte nach dem Umstieg auf Solar auch zeigen, welche Anlagengröße eine Tankfüllung benötigt und auch hier wie sich die Ausbeute der Anlage über das Jahr gestaltet. Auch hier wird die Sonne im Sommer – durch die längere Dauer, nicht etwas durch das Mehr an Wärme – mehr Energie liefern als im Winter. Das bedeutet, dass ich im Winter ziemlich sicher Strom dazukaufen muss.

Das sind die Dauerthemen, die immer mal wieder als Beiträge erscheinen werden und Dir wertvolle Informationen liefern können.

Was passiert nach der Auslieferung

Bald ist es soweit und ich kann meinen Cayenne abholen. Einige Leser haben sich vielleicht schon die Frage gestellt, was eigentlich passiert, wenn ich den Wagen abgeholt habe. Wie wird die Frequenz der Beiträge sein, wird es noch Artikel geben oder verstaubt dieser Blog anschließend wie so viele andere? Antworten gebe ich hier und heute.

Die hohe Schlagzahl wird verringert

Die Frequenz der Beiträge kann ich nicht mit sinnvollen Themen aufrechthalten und will ich auch gar nicht. Insofern werde ich nicht mehr jeden Tag einen Artikel schreiben, ich denke derzeit an einen Beitrag pro Woche. Allerdings wird dieser Beitrag dann auch etwas länger sein, als die üblichen 500 – 700 Wörter hier. Diese Länge war in meinen Augen ideal für die bisherige Art der Berichterstattung, in der hauptsächlich meine Gedanken zu einem Auto, dass ich erst noch bekomme, dokumentiert sind. Das bringt mich zum zweiten Punkt.

Shift in content

Mit dem Zündschlüssel in meiner Hand werde ich den Inhalt mehr auf die Erfahrungen in verschiedenen Aspekten eingehen. Also weg von Beschreibung, was ich denke und hin zu praktischen Erfahrungen im Alltag. Diese Beiträge werde ich dann auch deutlich mehr mit Bilder und Videos unterlegen, damit Du einen direkten Eindruck von dem hast, worüber ich schreibe. Hierbei werde ich verschiedene Themen behandeln wie zum Beispiel einzelne Funktionen des Fahrzeugs in der Praxis – beispielsweise Stärken und Schwächen des Abstandsregeltempostat. Das hat den Vorteil, dass Du dann im Video sehen kannst, wovon ich spreche und wie das Feature aussieht bzw. wie es sich auswirkt.

Dauerbrenner

Daneben wird es auch einige Dauerthemen geben – beispielweise den Verbrauch auf den von mir gefahrenen Strecken. Damit bekommst Du einen sehr guten Überblick, wie sich der tatsächliche Spritverbrauch darstellt – ob Du jetzt einen Cayenne S e-Hybrid kaufen wollen würdest oder vielleicht auch als Vergleich zu Deinem eigenen Hybrid. Denn eins ist klar: Der Verbrauch von 3,4 Liter auf 100 Kilometern ist wenn überhaupt, dann auf keinen Fall dauerhaft in der Realität zu erreichen. Auf der anderen Seite sind keine Hersteller-Verbrauchsangaben realistisch zu erreichen und daher liegt auch hier der Fokus auf: Aus der Praxis, für die Praxis.

Dauerbrenner dürfte auch die Erfahrung mit dem öffentlichen Stromtankstellennetz und den Ladezeiten sein oder die Streckenplanung und -optimierung für einen Hybrid. Solche Themen, die einen Hybrid-Fahrer konstant beschäftigen, werden in dieser Rubrik zu finden sein. Hierzu kommen in einem künftigen Beitrag noch etwas mehr Details.

Vergleich und Philosophie

Daneben werde ich sehen, dass ich mit Porsche sprechen kann und den ein oder anderen Wagen zur Probefahrt bekomme. Auf diese Weise kann ich Dir mehr Informationen im Vergleich zu anderen Porsche-Fahrzeugen geben. Wichtig hierbei für Dich ist, dass ich die Wagen in ihrer Alltags- und Strassentauglichkeit zum Cayenne vergleiche. Ich werde weder auf Rennstrecken fahren, noch Höchstgeschwindigkeiten hinterherjagen. Es geht immer um den Spaß am Autofahren und das, wofür wir das Auto meistens einsetzen: Den Weg zur Arbeit und zurück sowie kleinere Ausflüge – da ich zumindest im ersten Moment nicht davon ausgehe, dass Porsche mir ein Fahrzeug für eine ganze Woche mit 2.000 – 3.000 Kilometern zur Verfügung stellen wird.

Gerne gehe ich bei allen Bereichen auch auf Wünsche von Dir ein – sofern im Rahmen meiner dargestellten Philosophie. 🙂 Schreib Sie einfach als Kommentar an einen Artikel oder per Mail an mich.

Es wird also ein abwechslungsreicher Mix aus Themen und ich freue mich, wenn Du dabei bist.

Ein letzter Urlaub ohne Porsche

In meinem Fahrprofil hattte ich gesagt, dass ich sowohl Kurz-, Mittel- als auch Langstrecke fahre und wir starten in Kürze unseren letzten Urlaub mit dem derzeitigen Jeep. Zeit, Abschied zu nehmen.

Was werde ich vermissen

Nichts! 🙂 Nein, der Jeep ist ein schönes Auto und hat auch tolle Seiten. Die hohe Sitzposition ist sehr angenehm, das Fahren auf Landstrassen ist einfach ein Erlebnis. Es ist dieses Offroad-Gefühl, was ich in diesem Auto bekomme – auch wenn er sehr wahrscheinlich nur begrenzt tauglich für echtes Gelände wäre. Das Gefühl zählt und für mich war der Jeep die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Das meine ich übrigens wirklich positiv, denn normales Fahren hat seinen Spaß zurück. Im Audi war eher sportliches Fahren oder zumindest schnelleres Fahren angesagt und vom Wagen gefördert. Das war auch schön und mit dem Jeep ist es einfach ein Erlebnis „normal“ zu fahren. Es hat etwas Erhabenes, nicht von der Qualität des Fahrzeugs oder der massiven Innenausstattung, sondern eher von der Marke und dem wofür die Marke steht.

Das klingt nach nicht viel, doch es hat mein Fahrerlebnis bereichert und Spass gemacht. Natürlich gibt es auch Dinge, die nicht so schön waren, wie beispielsweise die Übersetzung, der schwache Vortrieb bei extrem hoher Drehzahl. Auch die Verarbeitung des Amerikaners ist nicht wirklich überzeugend, doch die Marke kommt aus dem Offroad-Bereich und ist sehr wahrscheinlich im Gelände mit einem einzigen Schraubenschlüssel wartbar – egal ob der Keilriemen oder die Nockenwelle getauscht werden muss.

Auf langen Strecken ist es insgesamt angenehm mit dem Jeep, auch wenn die Reisegeschwindigkeit absolut diesseits der 140 km/h-Grenze liegt. Der Verbrauch ist konstant, egal ob ich 130 oder 80 fahre … leider konstant 10 Liter, aber konstant. Er fährt sich dank Automatikgetriebe und Tempomat sehr entspannt auf den langen Strecken und ist bisher – zumindest subjektiv – wenig Windanfällig gewesen. Fahrten von Frankfurt nach Berlin oder Belgien waren sehr bequem und schön zu fahren.

Schön ist auch der Start-Check nach dem Einsteigen, wie im Flugzeug:

  • Motor an … Check!
  • Abstandswarner vorne ausschalten – Knopf 4 Sekunden gedrückt halten … Check!
  • Tempomat am Lenkrad einschalten … Check!
  • Anzeige unter dem Tacho auf Verbrauch umstellen … Check!
  • Los gehts!

Wieso sollte ich die Abstandswarner vorne ausschalten? Naja, wer es mag, dass bei Geschwindigkeiten über 50 km/h plötzlich einfach mal der Piepton angeht, der kann es natürlich angeschaltet lassen. Leider kann ich die Pieptöne weder vom Ton verändern noch in der Lautstärke 🙁 Und ja, diesen Prozess muss ich bei jedem Start machen, denn der Wagen vergisst beim Ausschalten die Einstellungen.

Worauf ich mich am meisten beim nächsten Urlaub freue

Ich freue mich am meisten auf das große Plus an Komfort, die deutlich bessere Motorisierung und das elektrische Fahren für den nächsten Urlaub. Ich glaube, dass das Spassgefühl bei mir auch bei langsamer Fahrt erhalten bleibt – entspricht eher meinem Fahrstil – und ich es noch mehr genießen werde. Ich freue mich auf ein großartiges Cockpit mit noch mehr Knöpfen und technischen Gadgets und ein riesiges Schiebedach.

Ich glaube gerade bei längeren Reisen wird der Porsche viel angenehmer zu fahren sein und das Fahrerlebnis wird nochmal deutlich gesteigert. Darauf freue ich mich und genieße schon jetzt in Gedanken bei den Fahrten im Jeep die Aussicht auf die Verbesserung und natürlich auf die Erfüllung eines großen Traumes.

Probefahrt – Verbrauchszahlen in der Realität

Im ersten Beitrag zur Probefahrt habe ich die ersten elektrischen Fahrerfahrungen geschildert. Doch nicht nur das Ansprechverhalten ist anders als in einem traditionellen Auto.

Ungeduld

Ich hatte zwar in der Wohnung auf meine Frau warten wollen, doch es hielt mich nicht lange. Notgedrungen wollte ich dem Wagen zumindest eine Stunde Akkuladezeit gönnen, denn ich kam auf die Idee, die Strecke zum Sport zu testen. Mehrheitlich bergab über eine schöne, teils verschlungene Landstrasse. Nach gefühlten 3 Stunden – und tatsächlichen 57 Minuten – griff ich die Schlüssel und spurtete zum Auto. Ladezustand: Schwach – was will man erwarten an der guten alten Schuko-Steckdose in der Garage? Egal. Auf gehts! Bedingt durch die abfallende Strecke aber bei schwachem Akku, war der Motor erstaunlich häufig komplett aus. Bedingt durch die Geschwindigkeitsbegrenzungen konnte ich die 13 Kilometer bergab und dann wieder zurück bergauf mit durchschnittlich 70-80 km/h fahren. Das Ergebnis: 5,8 Liter pro 100 Kilometer! Ich war begeistert, allerdings auch ein wenig enttäuscht über die schwache Stromleitung in unserer Garage – hier bestand dringender Handlungsbedarf bevor der eigene Wagen ankommt.

Kurze Verschnaufpause

Wieder zu Hause angekommen, gönnte ich dem Wagen noch einmal knapp 90 Minuten Ladezeit, bevor meine Frau nach Hause kam. Zusammen fuhren wir dann eine weitere Runde. Zunächst die gleiche Strecke, die ich zuvor gefahren war, weil sie so schön ist. Also wieder knapp 15 Kilometer leicht bergab mit 70-80 km/h über die Landstrasse von vorher und wieder mehrheitlich elektrischem Antrieb. Dann allerdings nicht direkt zurück, sondern auf die Autobahn für knappe 10 Kilometer mit 100% Verbrennungsmotor bei ca. 140 km/h sowie der e-Charge Taste gedrückt. Ich wollte die Batterie zumindest ein wenig aufladen und den Effekt des Ladens auf den Verbrauch testen. In der Folge erschienen 9 Liter Verbrauch auf der Anzeige, wobei ich nach dem Drücken der e-Charge Taste zunächst beim Raufzählen zuschauen konnte. Dann über eine Bundesstrasse die letzten 8 Kilometer bergan bei knappen 120 km/h, wobei der Verbrauch noch einmal leicht zunahm – 9,7 Liter. Zu Hause angekommen, habe ich den Wagen abgestellt und an die Steckdose angeschlossen. Am nächsten Tag sollte der Test auf dem Weg zur Arbeit fortgesetzt werden.

Der nächste Tag offenbarte zu Beginn gleich die nächste Schwäche der heimischen Garagensteckdose: Die Sicherung der Steckdose war in der Nacht rausgeflogen und der Wagen hatte nur knapp 40% aufgeladen. Ich war sauer über die heimische Infrastruktur! 7 Kilometer e-Reichweite stand im Tacho und ich war positiv angetan, als ich damit insgesamt 9 Kilometer weit kam. Der Rest ging dann im normalen Hybridmodus.

Dann kam der schwere Moment, in dem ich den Wagen zurückgeben musste. Es war nicht ganz so schwer, da die Ausstattung deutlich von meiner gewählten Konfiguration abwich. Ein Stopp bei der Tankstelle brachte ein in meinen Augen gutes Ergebnis zutage: Fast genau 100 Kilometer gefahren und 7,5 Liter getankt.

Soweit zum Verbrauch bei meiner Fahrweise während der Probefahrt. Im nächsten Teil gehe ich auf die Ausstattung und das Fahrgefühl ein.

 

Probefahren mit einem Traumwagen

Bei einem Auto in oberen Preisklassen hat der Käufer entweder alles andere als Geldsorgen oder er ist sehr sicher, dass er dieses Auto haben möchte. Wie wird man einen Großteil der Zweifel los? Man arrangiert eine Probefahrt.

Einen Tag und maximal 200 Kilometer

Nach einigen Formularen zur gefühlten kompletten Haftungsübernahme selbst bei der Berührung durch eine Entenfeder, nannte mir der Verkäufer die Eckdaten meiner Probefahrt: Bitte nicht mehr als 200 Kilometer. Dann gingen wir raus zum Wagen und er erläuterte mir den Wagen, bevor ich vom Hof rollte. Es war meine erste Fahrt im Cayenne und meine erste Fahrt mit einem Hybrid bzw. einem elektrischen Antrieb.

Elektrisches Fahren

Durch die Zeit mit der Erläuterung – und dem Umstand, dass ich dieser Einweisung meine Aufmerksamkeit schenkte – konnte ich nicht so richtig den ersten Moment in diesem Wagen genießen. Ich hatte schon häufiger im Cayenne gesessen, doch dieser war der erste, den ich auch bewegen würde. So kam dieses Gefühl erst während der Fahrt richtig auf. Und es ist ein erhabenes Gefühl. Hohe Sitzposition, guter Überblick, majestätische Gelassenheit. Es fühlt sich anders an und ich kann nicht sagen, ob es daran liegt, dass man in einem teuren Auto, einem Porsche oder an etwas anderem liegt.

Die knappen 4 Kilometer zur Arbeit zurück gingen rein elektrisch und waren einfach Spaß pur. Wenn Du noch nicht elektrisch gefahren bist, nimm Dir mal die Zeit und Muße für eine Probefahrt in einem Hybrid oder Elektroauto. Das elektrische Fahren ist reinstes Grinsen. Kleiner Exkurs, um das Phänomen zu erläutern:


Als die ersten CD-Spieler auf den Markt kamen, kaufte sich mein Vater eines dieser Geräte. Ich erzählte bei den Nachbarn, dass wir ein solches Abspielgerät haben und auf die Frage, was das Besondere daran sei, sagte ich: „Wenn man auf Pause drückt und dann wieder auf Play, dann spielt der genau an der Stelle weiter“ … Wow! Zu heutiger Zeit nichts Besonderes, doch damals schon. Allerdings war etwas anderes in meinem Kopf an diesem Punkt viel wichtiger: Die Scheibe drehte sich unablässig weiter, obwohl man auf Pause gedrückt hatte. Woher wusste der Spieler, an welcher Stelle er wieder anfangen muss und das auch noch genau dann, wenn ich auf Play drücke!!


Was hat das mit dem elektrischen Fahren zu tun? Nun, ich habe an Erzählungen anderer Menschen und an meinen eigenen Erlebnissen eines festgestellt: Die häufigste Bemerkung nach dem ersten elektrischen Fahren ist die Stille. Man höre praktisch nichts, ausser den Reifengeräuschen. Nun mal im Ernst, in den moderneren Autos hört man bei 50 km/h im hohen Gang auch nichts mehr von dem Motor, sondern nur noch den Wind und die Reifen! Was ist also das wirklich Besondere an der Stille? Für mich ist es der Moment des Anfahrens und des lautlosen Rangierens. Für mich ist es die schnelle und ruckelfreie Reaktion auf die Berührung des Gespedals. Es ist direkte Reaktion auf eine Aktion.

Auf dem Rückweg von der Arbeit nach Hause konnte ich fast ausschließlich elektrisch fahren. Lediglich auf der Autobahn mit 130 km/h wurde der Verbrenner zugeschaltet. Leider war auf dem letzten Anteil Landstrasse der Strecke ein Stau, was mir den Test ein wenig vermieste. Ich wollte schauen, wie sich der Elektromotor durch die Hügel fährt. Und doch war ein Dauergrinsen in meinem Gesicht, weil der Spaß, elektrisch  zu fahren, einfach nicht weichen wollte. Ungefähr zwei Kilometer vor unserer Wohnung waren die Batterien leer und der Hybrid-Modus wurde automatisch aktiviert. Hier nutzt der Wagen den elektrischen Antrieb nur noch für das Anfahren und der Verbrenner kommt ab und zu unterstützend hinzu. Zu Hause angekommen standen 4,4 Liter auf 100 Kilometern zu Buche und ich entschied mich, den Wagen kurzzeitig etwas aufzuladen, während ich in der Wohnung auf meine Frau warten wollte.

Wie lange ich ausgehalten habe und wie die Fahrt weiterging folgt im nächsten Teil der Probefahrt-Serie.

 

Erkenntnisse aus anderen Fahrzeugen

Die Erlebnisse aus Fahrten mit verschiedenen Autos prägen den Kauf des nächsten Wagens und auch die Vorstellung des Traumwagens. So auch in meinem Fall und ich teile in diesem Beitrag die markantesten und prägendsten Eckpunkte.

Ein Hoch auf amerikanische Entwicklung

Durch einen Ford Probe – die letzte Version mit Turbolader – lernte ich eine für meine damaligen Verhältnisse schnelle Beschleunigung und ein sportliches Fahren kennen. Der Verbrauch hielt sich für den 2,2 Liter Motor mit 7,5 Liter auf 100 Kilometer in sehr guten Grenzen. Für seine Zeit fortschrittlich war die Federungseinstellung im Probe, über die ich in einem vorherigen Artikel im Rahmen der Ausstattungsserie berichtet habe. Überrascht war ich auch über das sehr große Platzangebot auf den vorderen Sitzen und im Kofferaum. Der Platz ging zwar zu Lasten der Mitfahrer auf den hinteren Sitzen, doch wer sitzt da schon … 🙂 Aus dieser Zeit blieb für mich die Beschleunigung auf meine „normale“ Reisegeschwindigkeit und das Bedürfnis nach ausreichend Platz.download film Andrew Santino: Home Field Advantage 2017

Der frische Franzose

Meine Zeit der gemütlichen Fahrweise führe ich zurück auf einen Renault R21 Nevada, mit dem ich diese Art des Fahrens kennenlernte … und die Qualität eines solide produzierten Autos. Ich erinnere mich daran, dass mir auf der Autobahn auf einer Strecke von 150 Kilometern in den einzigen 30 Sekunden mit Regen auf der Strecke der Scheibenwischerarm auf der Fahrerseite abgerissen ist. Auf der positiven Seite hielt der hinter mir fahrende Audi plötzlich deutlich mehr Sicherheitsabstand. Was auf jeden Fall im Gedächtnis blieb waren die Sitze, die unheimlich bequem und von der Herkunft her deutlich näher an einem Sofa als an einem Autositz erinnerten. Mit diesem Auto konnte man nur gemächlich und bequem reisen.

 

Montagsauto – gibt es auch bei Volkswagen

Es folgte in der Reihe der Autos auch ein Golf – das Volksauto! Leider war mein Exemplar eher ein Montagsauto, das auch pechbedingt mehr in der Werkstatt stand, als bei mir. Ich erinnere mich an eine Reparatur, von der ich den Wagen abholte und nach knapp 2 Kilometern rannte mir ein Reh ins Auto. Ich hielt an, rief den Förster, wartete bis das Reh aufgeladen war und fuhr zurück zur Werkstatt … waren ja glücklicherweise nur 2 Kilometer … Das Ende dieses Wagens war ebenso tragikomisch: Eine Frau fuhr mir an einem beschrankten Bahnübergang – ich war das dritte Auto – fast ungebremst auf und entschied sich in letzter Sekunde, das Lenkrad einzuschlagen. Hätte sie gerade „draufgehalten“ wäre zwar ein deutlicher Schaden entstanden, doch durch den kleinen Lenkereinschlag, verzog es den Rahmen und der Wagen war irreparabel – ein Totalschaden. Was habe ich aus der Zeit mitgenommen? Ich konnte mich – warum auch immer – anschließend nicht mehr wirklich mit der Marke Volkswagen anfreunden, und damit meine ich rein Volkswagen ohne Audi und andere angeschlossene Konzernteile. Für ein Volksauto stand mir zuviel Geld gegen zu wenig Gegenleistung in Punkto Komfort, Qualität und Motorleistung.

Fortschritt durch Technik – eine Wohltat

Nach einer Zeit der Ruhe und Stille kam mit Audi wieder einmal eine lehrreiche Erfahrung und eine Prägung in Richtung Fahrzeugtyp in mein Leben. Die lehrreiche Erfahrung war, dass Audi in den zurückliegenden Jahren erheblich an der Qualität und an der (Motor-)Technik dazugelernt und verbessert hat. Ein Erlebnis mit einem Audi knapp 10 Jahre früher konnte somit entkräftet werden: Ein Audi A4 mit 1,8 Liter Hubraum, Automatik und einem Verbrauch, der einfach nicht unter 10 Liter zu kriegen war. Mit dem Audi Q3, den ich dann fahren durfte, gehörte diese Erfahrung ganz klar der Vergangenheit an. Ein deutliches Plus im Handling war für mich auch sehr angenehm und insgesamt merkte ich dem Auto einfach an, dass die Qualität der Verarbeitung deutlich höher war. Gesteigert wurde diese Erkenntnis durch den anschließenden A3. Zudem wurde mir mit dem Q3 klar, dass die etwas höhere Sitzposition und ein gemütlicher Fahrstil meinem Naturell entsprechen. War ich vorher noch Fan von Sportwagen mit direktem Kontakt zur Fahrbahn, wollte ich lieber etwas höher sitzen, um weiter sehen zu können.

Ein Rückschlag – Amerikaner auf dem absteigenden Ast

Die derzeitige Erfahrung mit einem Jeep ist allerdings ein herber Rückschlag. Der Wagen, dessen Automatik seine kraftvollen 170 PS kurz vor dem Ende des Drehzahlmessers entfaltet, ist ein schöner Wagen für die Landstraße. Die Stadt ist auch ok, wenn der Spritverbrauch von 11 Liter plus bei 2,4 Liter Hubraum nicht abschrecken, doch Autobahn ist definitiv nicht das Terrain dieses Fahrzeugs. Die Automatik verzögert ewig und ein Tritt auf das Gaspedal bringt viel Lärm im Innenraum, aber leider wenig Vortrieb. Dieser Wagen hat mir gezeigt, dass die Amerikaner ziemlich weit abgeschlagen sind, wenn es um Technik im Auto geht. Ausserdem ist mir eines aufgefallen: Ich mag nicht ständig zur Tankstelle fahren. Ich habe kein Problem mit einem höheren Verbrauch – ehrlich – aber dann verbaut bitte einen entsprechenden Tank, damit ich nicht nur 400 Kilometer fahren kann mit einer Füllung!

Hier hat der Porsche extrem leichtes Spiel, denn nach dem Eindruck des jetzigen Fahrzeugs, kann er nur haushoch gewinnen. Ich bin mir natürlich bewußt, dass hier auch ein erheblicher Preisunterschied zwischen den Wagen liegt und damit auch ein deutlicher Unterschied vorliegen muss. Und daher freue ich mich auch so auf den Neuen!

Fahrzeugkauf – Abwägungen

Wenn man ein Auto kauft sollte man sich zunächst auch einmal Gedanken dazu machen, wie die eigenen Fahrstrecken aussehen. Ist man eher Langstreckenfahrer oder sind es kurze Wege zur Arbeit. Daran schließt sich die Frage nach dem Auto an.

Zwei klare Gruppen zu denen ich nicht gehöre

Insofern fragte mich auch ein Autoverkäufer konsequenterweise, wie meine Fahrstrecken so aussehen. Tja, ich gehöre in keine der beiden Gruppen! Und das auch noch sehr deutlich. Ich fahre unter der Woche meistens kürzere Strecken zur Arbeit – 25 Kilometer einfacher Weg – die gelegentlich unterbrochen werden durch Fahrten zu anderen Betriebsstätten – ca. 180 Kilometer einfacher Weg. Hier könnte ich aber die längeren Strecken vernachlässigen. Dann kommen die Wochenenden und machen mein Kurzstreckenfahrerprofil zunichte!

Meine Frau und ich fahren am Wochenende gerne in die umliegenden Shopping Outlets und mit umliegend meine ich Entfernungen bis zu 300 Kilometer einfacher Weg. Damit wäre ich dann am Wochenende eher ein Mittel- bis  Langstreckenfahrer und jetzt kommt das i-Tüpfelchen: wir haben im vergangenen Jahr entdeckt, dass wir auch hervorragend mit dem Auto in den Urlaub fahren können, weil wir dann alles mitnehmen können, was wir wollen – ohne Limitierung auf 23 oder 30 Kilogramm wie im Flugzeug. Da wir eher häufige, kurze Urlaube machen – lieber 3 mal eine Woche anstatt 3 Wochen am Stück – summieren sich auch die Kilometer auf. Zumal unsere Urlaubsziele nicht ums Eck sind, sondern eher im Bereich 600 – 1.800 Kilometer einfache Strecke. Wir fahren dann im Urlaub selber nicht sonderlich viel mit dem Auto, doch insgesamt kommt pro Urlaub auch eine Strecke von 2.500 bis 4.000 Kilometer zusammen.

Daher setzen sich unsere Fahrstrecken ungefähr wie folgt zusammen:

180 Tage mit 2*25 km = 9.000 km
20 Tage mit 180 km = 3.600 km

20 Shopping Touren mit 500 km = 10.000 km

 4 Urlaube mit 3.000 km = 12.000 km

Macht insgesamt ca. 35.000 Kilometer, die fast in drei gleichgroße Teile geteilt sind. Ja und was für ein Fahrprofil habe ich damit? KUTTANG (KUrz-, miTTel-, lANGstrecke) – schönen Dank auch! Dementsprechend wollten wir ein Auto, was für alle drei Optionen komfortabel ist.

Fahrzeuge für einen KUTTANG-Fahrer

Einmal ganz einfach betrachtet und bewusst schwarz/weiß gemalt, würde ich sagen:

Stadt- und Kurzstreckenfahrer: Kleinwagen (Smart, Aygo, o.ä.) und klare Tendenz zum reinen Elektroauto – Größe für Parkplätze und Elektro für den Verbrauch.
Mittelstreckenfahrer: Coupés, Sportwagen (Golf bis hin zum Tesla) und Tendenz zum reinen Elektroauto – Innen komfortabel und Elektro für den Verbrauch
Langstreckenfahrer: SUV, Limousinen (Q3 bis zum Cayenne) und klare Tendenz zum Hybrid – Innen komfortabel und Benzinmotor für die Reichweite

Da ich wenig Fahrten in der Stadt habe – ich habe das Glück, dass ich am Stadtrand arbeite – kommt es nicht auf die Größe des Wagens an, denn die Parklücken sind ausreichend vorhanden und groß genug für alle drei Wagenoptionen. Für die mittleren Strecken liegt unser Fokus deutlich auf dem Komfort, daher darf es auch hier lieber etwas größer sein. Die Tendenz zum reinen Elektroauto geht mit den langen Strecken leider nicht zusammen, daher schien mir hier nur der Hybrid eine Option zu sein – hier folgt in Kürze ein Artikel zur Motorisierung, in dem ich auch auf die Reichweitenthematik eingehe. Insofern wären also mit einem Klein- oder Mittelstreckenwagen bei den langen Strecken, also den Urlaubsfahrten, erhebliche Abstriche im Komfort verbunden. Da uns der Fahrkomfort allerdings sehr wichtig ist, fiel unsere Wahl in das Segment der Langstreckenfahrzeuge. Zudem haben wir in den vergangenen Jahren durch den Audi Q3 und den Volvo XC 60 die hohe Sitzposition zu schätzen gelernt. Für mich vor allem, um noch vorausschauender fahren zu können.

Ich habe einige Wagen in der engeren Wahl gehabt, doch zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist Porsche die einzige Marke, die einem SUV ein Hybridmodul spendiert hat. Das sieht in Kürze anders aus, denn der Q7 steht schon als e-Tron in den Startlöchern und auch bei VW mit dem Tuareg kommt Konkurrenz. Die restlichen Automarken werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Doch wir kaufen jetzt und wie wundervoll, dass nur mein Traumwagen unsere Kriterien erfüllt – welch Fügung! 🙂